Call of Duty 4: Modern Warfare (dt.)
Nichts für Kinderhände: der bis dato härteste Ego-Shooter der aktuellen Videospiel-Geschichte ist endlich fertig!
DIE SCHRECKEN DES KRIEGES Bei Call of Duty 4 sind immer mitten im Geschehen - krass!
Mit vielversprechenden Titeln ist es im Videospielgeschäft immer dasselbe. Im Vorfeld wird ordentlich die Werbe- und PR-Trommel geschlagen und das beworbene Spiel als das bis dato beste Produkt, das womöglich auch noch ganze Genres revolutioniert, in den höchsten Tönen gelobt. Einige Titel können die gemachten Versprechen tatsächlich halten, andere stellen sich als PR-Ente heraus und enttäuschen auf ganzer Linie. Wieder andere Spiele übertreffen sogar sämtliche Erwartungen und stellen tatsächlich alles bisher Dagewesene in den Schatten. Call of Duty 4: Modern Warfare (kurz: CoD4) ist so ein Titel. Von der Fachpresse gierig verfolgt, entpuppt sich Infinity Wards endgültiger Abschied vom Zweiter-Weltkriegs-Szenario als das bislang intensivste und härteste Ego-Shooter-Erlebnis, das es bisher für Next-Gen-Konsolen gibt. Und das meinen wir durchaus ernst: Call of Duty 4 ist bombastisch, faszinierend und beklemmend zugleich - und gehört auf keinen Fall in Kinderhände.
DIE FASZINATION DES SCHRECKLICHEN
MIT BEDACHT AGIEREN Angesichts der Bewaffnung und Treffsicherheit der Gegner ist vorsichtiges Vorgehen unabdingbar.
Ein Grund für dieses krasse Erlebnis ist die Story von Activisions aktueller Next-Gen-Ballerei. Da Sie im Verlauf der Ereignisse Zeuge diverser Überraschungen und ganz besonderer Momente werden, schildern wir Ihnen an dieser Stelle nur die Ausgangssituation von Call of Duty 4, schließlich wollen wir nichts vorwegnehmen. In der Sowjetunion tobt ein Bürgerkrieg zwischen Loyalisten der Regierung und Ultranationalisten-Rebellen. Darüber hinaus stürzt in einem nicht näher beschriebenen Land im Mittleren Osten der Kopf einer militanten Rebellenvereinigung namens Khaled Al-Asad die Regierung, indem er den Präsidenten öffentlich hinrichtet. Als ob diese beiden Konflikte den virtuellen Weltfrieden nicht schon genug bedrohen würden, steht Al-Asad mit Imran Zakajev, dem Anführer der Ultranationalisten in Russland, in Verbindung. Die Existenz von mehreren tausend Atombomben hat darüber hinaus einen alles andere als entspannenden Einfluss auf die ganze Situation. Die fiktive Story zeigt vor allem durch die Wahl der Schauplätze Parallelen (gewollt oder ungewollt, das sei mal dahingestellt) zu aktuellen Ereignissen und sorgt so des Öfteren für ein mulmiges Gefühl in der Magengrube. Hinzu kommt die erschreckend-faszinierende Schonungslosigkeit, mit der die Entwickler die Ereignisse auf dem HD-Bildschirm stattfinden lassen. Und damit sind sowohl die spielbaren Passagen als auch das Drumherum gemeint. So erleben Sie etwa zu Beginn des Spiels die eingangs beschriebene Exekution des Präsidenten im wahrsten Sinne des Wortes hautnah mit. Die Entwickler stecken SIE in die Haut des ehemaligen Staatsoberhauptes und lassen Sie die letzten Minuten aus der Ego-Perspektive durchleben, bis zu dem Zeitpunkt, an dem Al-Asad den Abzug drückt. Da bekommt jeder hartgesottene Ego-Shooter-Fan einen Kloß im Hals - nicht nur einmal. Dieses Gefühl überwältigt Sie an vielen Stellen im Spiel und macht Call of Duty 4 deshalb zu einem durchweg faszinierenden Erlebnis - unfassbar hart, aber eben auch unwiderstehlich.
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Aso, danke
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