Call of Duty 3
Das Weltkriegsdrama zeigt auf der nächsten Generation sein volles Potenzial.
Die Neigungssensoren des Sixaxis-Controllers kommen in solchen Passagen besonders positiv zur Geltung.
BILD: PLAYZONE
Ego-Shooter mit der WWII-Thematik gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, was allerdings nicht gleichbedeutend mit langweiligen Routine-Fortsetzungen ist. Das zeigt Teil 3 der Call of Duty-Reihe überdeutlich, der dieses Mal nicht von den Serien-Vätern Infinity Ward entwickelt wurde, sondern von den Machern des Big Red One-Ablegers Treyarch. Die Erwartungen sind natürlich auch an die PlayStation-3-Version sehr hoch.
Sixaxis an die Front
Nicht nur in technischer Hinsicht erwartet man ein mindestens gleichwertiges Ergebnis. Vor allem die Integration der Neigungssensoren des Sixaxis-Controllers ins Gameplay wurde mit Spannung erwartet. Und die Entwickler haben dieses Feature tatsächlich an einigen Stellen implementiert, etwa in den Fahrpassagen. Allerdings ist die Steuerung der Vehikel durch die Seitwärtsneigungen im direkten Vergleich zur klassischen Variante zu überempfindlich und sorgt durch diese Ungenauigkeit häufig für gedämpften Spielspaß.
Ein weiteres Einsatzgebiet der Neigungssensoren sind die intensiven 1-gegen-1-Kämpfe. Kommt es zum Gerangel mit einem Nazisoldaten, schüttelt man den Controller, um in dieser Situation die Oberhand zu gewinnen. Leider sind diese Einlagen viel zu selten, wodurch sich die positive Wirkung des neuartigen Gameplays nicht halten kann.
In puncto Inszenierung ist Call of Duty 3 auch auf der PlayStation 3 überaus fesselnd präsentiert. Sie übernehmen - wie in der Xbox-360-Variante auch - die Rolle eines britischen, kanadischen, amerikanischen oder polnischen Soldaten und erleben nicht nur Feuergefechte an vorderster Front, sondern benutzen auch Mörser oder schlagen am Steuer eines Panzers eine Schneise der Zerstörung durch die Nazireihen.
Was die Grafik anbelangt, so sind bis auf etwas häufigere Ruckler kaum Unterschiede zur 360-Version auszumachen, was aufgrund der hohen Qualität durchaus positiv ins Gewicht fällt. Schließlich hat man bislang kaum einen Zweiter-Weltkriegs-Shooter gesehen, der mit derart plastisch wirkenden Umgebungen und tollen Partikeleffekten aufwartet.