Call of Duty 2: Big Red One

Test Thomas Eder

Die Anzahl der Soldaten, die gleichzeitig dargestellt werden, ist beeindruckend. Die Anzahl der Soldaten, die gleichzeitig dargestellt werden, ist beeindruckend. Auf dem PC hat die Call of Duty-Reihe bislang weit mehr Anhänger als auf Heimkonsolen, was hauptsächlich an der zwar guten, aber nicht auf ganzer Linie überzeugenden ersten Konsolenfassung Finest Hour liegt. Mit dem zweiten Konsolen-Call of Duty will Activision jetzt endlich auch uns Konsoleros glücklich machen und sich seinen Platz im Olymp der Edel-Shooter sichern.

Gemeinsam stark

Um sich aus der Masse an Weltkriegs-Shootern hervorzuheben, setzen die Entwickler nicht nur auf geballte Technik-Power, sondern auch auf ein interessantes Szenario, in dem Sie die berühmte Big-Red-One-Einheit bei ihren Kämpfen in Nordafrika und Europa begleiten. Dabei wurde Wert darauf gelegt, den Spieler in sein Team zu in-tegrieren und eine Beziehung zu seinen Kameraden entstehen zu lassen. Dies gelingt zumindest teilweise, sofern es die Action überhaupt erlaubt, sich um seine Gefährten und deren Wohlergehen zu kümmern. Aber selbst dann bleibt fraglich, ob das Ableben eines virtuellen "Freundes" den Spieler zu Tränen rührt beziehungsweise überhaupt inte-ressiert. Der Teamfaktor spielt dennoch in Hinsicht auf das Gameplay eine Rolle: Häufig kommen Sie nur im Trupp voran, vor allem, wenn Sie in Gebäuden auf befreundete Türöffner angewiesen sind.

Strikt nach Drehbuch

Call of Duty 2: Big Red One Nachdem am Vorgänger die KI der virtuellen Soldaten in Fachkreisen kritisiert wurde, wurde sowohl freundlichen als auch feindlichen Einheiten eine ordentliche Portion Hirn in die virtuellen Schädel gepflanzt. Das bedeutet zwar nicht, dass Activision die Messlatte für intelligente Gegner höher gelegt hat, aber dennoch sind die Jungs im Vergleich zum ersten Teil eine ganze Ecke cleverer und somit alles andere als Kanonenfutter.

Sie fliehen vor Granaten, suchen Deckung und verharren dahinter schon auch mal für längere Zeit  ganz wie es PC-Spieler bereits vom ersten PC-Call of Duty her gewohnt sind. Kein Wunder, basiert die KI von Big Red One doch auf jener der ersten PC-Fassung. Dafür wird die Intelligenz des Spielers kaum gefordert: Big Red One ist im Einzelspieler-Modus wie jedes Call of Duty von Vor- bis Abspann durchgeskriptet und ein Musterbeispiel für linearen Spielverlauf.

So negativ dies auch klingen mag, im Fall von Call of Duty sorgt gerade das Skripting für ein atemberaubendes Spielerlebnis. Dies liegt vor allem auch an den neuen Look-Trigger-Events, die  wie der Name verrät  durch das Sichtfeld des Spielers ausgelöst werden. Dadurch verpassen Sie keine Action, da sich diese ja immer erst dann abspielt, wenn Sie auch in die entsprechende Richtung sehen.

Die Kehrseite der Medaille: Dem Spieler bleibt nur ein Weg, seine Mission zu erfüllen. Auf diesem Weg wird er dann durch teils sichtbare, teils aber auch unsichtbare oder schwer nachvollziehbare Begrenzungen gehalten. Hin und wieder gehts im Spielverlauf auch nur dann weiter, wenn Sie eine bestimmte Aktion ausgeführt haben. Zum Beispiel zerstört eine Bombe eine Mauer, die den weiteren Weg blockiert, wenn der Spieler eine Flak-Stellung in der Umgebung gesäubert hat.

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