Hier spricht Ihr Captain Crash.
Bitte um Landeerlaubnis.
Der Tacho zeigt 150 km/h an - entspanntes Cruisen. Tempo 200 - alles unter Kontrolle. Die Tachonadel steigt auf 250 km/h - die Umgebung beginnt zu verschwimmen. Alles noch kein Problem. 300 km/h - die Hände beginnen, feucht zu werden, Anspannung baut sich auf. 350 km/h - es wird brenzlig. Plötzlich eine scharfe Linkskurve! Kurz die Bremse angetippt und schon wird mit nahezu Vollgas elegant an der Bande entlanggedriftet. Alles scheint zu klappen. Doch dann passiert es: Der Kontrahent im blauen PS-Monster links neben mir checkt meinen Wagen gegen die Bande. Takedown! Während ich mit ansehen muss, wie mein Auto in einem Funkenregen in alle Einzelteile zerfällt, zieht der Gegner mit mehr als 300 Sachen an mir vorbei. Was sich nach einem einmaligen Adrenalinkick anhört, ist bei Burnout 3: Takedown Alltag: aberwitzige Geschwindigkeiten, ausgedehnte Drifts und knallharte Rempeleien im Sekundentakt!
Innovationen braucht das Genre
Da es sich bei dem gut ein Jahr alten Vorgänger Burnout 2: Point of Impact schon um einen hervorragenden Arcade-Racer handelte, war eigentlich zu erwarten, dass sich die Programmierer auf die üblichen Verbesserungen konzentrieren würden: etwas bessere Grafik, optimierte künstliche Intelligenz, neue Strecken - fertig. Nicht so die Jungs von Criterion: Sie unterzogen ihr Vorzeigeprodukt nicht nur einer technischen Generalüberholung, sondern führten auch gleich noch einige interessante Innovationen ein. Am eigentlichen Spielprinzip hat sich aber nichts geändert: Noch immer gibt es bei Burnout3: Takedown zwei grundlegend verschiedene Spielmodi: die Rennen und die Crash-Events.
Überragendes Rennfeeling
Bei den Rennen fährt man auf öffentlichen Straßen - auf denen auch normale, sich an die Verkehrsregeln haltende Fahrer unterwegs sind - gegen bis zu fünf computergesteuerte Gegner um die ersten Plätze. Aufgrund der wahnsinnigen Spielgeschwindigkeit und des teils dichten Straßenverkehrs sorgt das alleine schon für genügend Adrenalin. Gesteigert wird das Ganze aber noch durch den bekannten Turbo. Dieser versorgt das Auto mit reichlich Extra-Speed und sorgt für Geschwindigkeiten jenseits von Gut und Böse. Dank der hervorragenden (digitalen) Steuerung hat man dabei aber selbst bei hohem Tempo noch die absolute Kontrolle über sein Vehikel und kann nach einer gewissen Einspielzeit sogar enge 180°-Kurven mit aktiviertem Turbo durchfahren.
Sinnvolle Ergänzungen
Die Neuheit bei Burnout 3 ist, dass man die Gegner jetzt nicht mehr nur auf mehr oder weniger legale Art und Weise überholen, sondern auch ganz gezielt ausschalten, also einen "Takedown" ausführen kann: Rammt man die Kontrahenten gegen andere Autos, Brückenpfeiler oder Ähnliches, so kommt es zu Crashs, die den Betroffenen wertvolle Sekunden kosten und gleichzeitig die Turboleiste des Ausführenden erweitern und auffüllen. Doch Vorsicht! Natürlich wissen sich auch die Gegner dieser neuen Option zu bedienen und agieren deswegen während der Rennen äußerst rabiat.
