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  • Blue Dragon

    Ein kleiner Ratgeber zur Überwindung eines Zuckerschocks

    Blue Dragon Es passiert selten, dass ich beim Vorspann eines Videospiels die Hände überm Kopf zusammenschlage und die Entwickler verfluche. Aber genau dies ist beim ersten Einlegen der Vorschau-Version von Blue Dragon geschehen. Nachdem ich fünf Jahre lang keine japanischen Zeichentrickserien mehr gesehen habe, überkam mich im Intro des Spiels ein absoluter Kulleraugen-Zucker-Schock. Als hätte ein geistesgestörter Schnittmeister in einem perversen Attentatsversuch auf die Sinne Millisekundenausschnitte sämtlicher RTL-2-Nachmittagsendungen aneinander getackert.

    Doch gemach! Was für den westlichen Xbox-Veteranen bei diesem Titel wohl die größten Einstiegsschwierigkeiten beschert, ist das Charakter-Design des Dragonball-Erfinders Akira Toriyama. Dieser hat sich bei Blue Dragon mal wieder richtig ausgetobt und puppenhafte Charaktere erschaffen, die man eher in einem Spielzeugparadies erwartet als in einem erwachsenen Rollenspiel. Doch genau dieses Charakter-Design, welches anfangs den ultimativen Schüttelfrost auslöst, ist es, welches einem nach etwa einer Stunde Gewöhnungsphase ans Herz wächst. Denn hier zeigt sich, dass Toriyama nicht umsonst einer der beliebtesten und bekanntesten Zeichner im Land der aufgehenden Sonne ist. Haben sich die Augen erst mal an den Stil gewöhnt, so zeigt sich, dass hinter dem puppenhaften Äußeren tiefgründige Charaktere stecken, gegen die die Hauptpersonen des Genrekollegen Enchanted Arms wie Hampelmänner wirken.

    An der Seite von Akira Toriyama haben noch zwei weitere Japano-Rollenspiel-Legenden mitgeholfen: Nobuo Uematsu und Hironubo Sakaguchi. Im Gegensatz zu Toriyamas Pinselstrich muss man sich als Europäer nicht erst an die Kunst dieser beiden gewöhnen: Uematsu ist einer der genialsten Videospielmusik-Komponisten und hat unter anderem Ohrwürmer für die Final Fantasy-Serie geschrieben, die für ewig im Gedächtnis bleiben werden. Und Sakaguchi steckt als Produzent hinter der gesamten Final Fantasy-Serie und ist für seine epischen Storys und liebenswürdigen Charaktere bekannt.

    Es ist also nicht übertrieben, zu sagen, dass eine wahre Triade der Kreativität hinter Blue Dragon steckt. Sobald man sich auf die Geschichte, die jugendlichen Charaktere und die fantastische Musik eingelassen hat, merkt man auch, dass der Ruf der drei nicht von ungefähr kommt. Doch worum geht es eigentlich in diesem neuesten Streich, der exklusiv für die Xbox 360 erscheint?

    Wenn man nach dem Intro-Film und dem etwas langsamen Start nicht die Lust verloren hat, dann wird man im Anschluss ohne Skrupel in die Vollen geworfen. Sie übernehmen nämlich die Steuerung über die Heldentruppe während eines bombastischen Endgegnerkampfes. Das Biest, das gegen Sie kämpft, nennt sich Land-Hai, ist riesengroß und hat gerade damit begonnen, Ihr Heimatdorf zu zerstören. Während sich der Rest der Dorfbevölkerung in Sicherheit begeben hat, stehen Sie mit Ihren drei Teen-agern auf dem Hauptplatz und duellieren sich mit einem Etwas, vom dem Sie nur die Schwanzflosse aus dem Sand aufragen sehen. Grafische Effekte rauschen über den Bildschirm, grandiose Musik untermalt das Ganze und so nebenbei bekommen Sie mit, dass dies hier nur das grundlegende Tutorial ist. Als der Kampf vorbei ist, finden Sie sich in einer unterirdischen Höhle wieder. Hier zeigt sich, dass der Land-Hai gar kein Lebewesen ist, sondern eine Maschine einer uralten Zivilisation, die vor Tausenden von Jahren untergegangen ist. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse erst so richtig. Ein Oberbösewicht taucht auf, eine weitere Partei erscheint - und während unsere drei Helden zwischen den Fronten stehen, bekommen Sie die Macht über drei Drachenwesen verliehen, die daraufhin Ihre Helden begleiten. Von nun an führen diese streitkräftigen, blauen Drachen die Kampfsequenzen aus.

    Besonders auffällig ist, dass die Kampfsequenzen, obwohl sie rundenbasiert sind, extrem actionhaltig ausfallen. Coole Specialeffects, schöne Kamerafahrten und aufpeitschende Hardrock-Musik zeigen, dass es nicht immer schweißtreibendes Echtzeitgekloppe braucht, um Dynamik in Rollenspielkämpfe zu bringen. Sehr innovativ ist dazu, dass man nicht nur eine Gegnertruppe angreifen kann. Durch einen Kampfkreis, der per Druck auf die R-Taste erscheint, können Sie mehrere Gegnertruppen gleichzeitig zum Kampf bitten. Wenn man Pech hat, wird man von den Feinden überrannt. Mit ein wenig Glück sind sich die beiden Monstergruppen jedoch spinnefeind und zerhackstücken sich vor Ihren Augen. Sie müssen nur die übrig gebliebenen bekämpfen und bekommen trotzdem die vollen Erfahrungspunkte für beide Gruppen.

    Besonders toll ist, dass Blue Dragon bereits Ende August bei uns erscheint. Vollständig eingedeutscht und synchronisiert. Wir werden also schon in der nächsten Ausgabe den Test für Sie parat haben. Und wenn die Synchronisation nicht alles vergeigt (was sie bei von Microsoft vertriebenen Titeln noch nie getan hat), dann steht uns ein echter Hit ins Haus.

  • Blue Dragon
    Blue Dragon
    Developer
    Mistwalker
    Release
    24.08.2007

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13.07.2007
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