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  • Bloodborne: Horror-Spiel der Dark-Souls-Macher auf der Gamescom angespielt

    Bloodborne: Screenshots zur Gamescom-Handson (18) Quelle: Sony

    Wir haben auf der Gamescom Bloodborne gespielt und verraten euch, in welcher Hinsicht From Softwares PS4-Spiel sich von Dark Souls unterscheidet - aber auch, was die Spiele gemeinsam haben.

    Bloodborne in der Gamescom-Vorschau: Der Präsentationsraum ist überfüllt. Jeder auf der Messe will mehr von Bloodborne sehen. Da nimmt man gerne auf dem Boden Platz, wenn das bedeutet, Bloodborne hinter verschlossenen Türen präsentiert zu bekommen. Doch bevor die ersten Spielszenen über den Fernseher flimmern, spannt man uns auf die Folter. Noch einmal wird erklärt, was Bloodborne so besonders machen soll. Ungeduldig rutschen die Pressevertreter auf den Stühlen herum (wenn sie denn einen erwischt haben).

    Aber dann geht es ans Eingemachte und der namenlose Held steht vor einem hohen Eisengitter in einer schummrig beleuchteten Straße. Dunst steigt aus einem Abwasserkanal auf, Särge säumen den Weg. Statt übertriebenem Ekelfaktor und Brutalität will man in Bloodborne durch die bedrohliche Stimmung Atmosphäre erzeugen. Und das gelingt auf Anhieb, selbst im überfüllten Präsentationsraum. Zum Gänsehautgefühl trägt die Geräuschkulisse bei. Aus den dunklen Ecken der verwinkelten Gassen dringen gequälte Schreie und schrilles Kreischen.

    Aus einem Stapel alter Holzkisten springt gröhlend ein Untoter hervor. Er ist deutlich größer als der Held und schwingt eine Fackel. Mit beängstigender Agilität versetzt er dem Spieler einen Hieb, doch der setzt nach dem Treffer sofort zum Konter an und erhält so Lebensenergie zurück. Das sogenannte Regain-System ermöglicht es dem Spieler, sich zu heilen, wenn er nach einem Angriff im genau rechten Moment zurückschlägt. Je nach Waffe erhält er mehr oder auch weniger Gesundheit zurück. Man wolle weg vom abwartenden, langsamen Spiel mit erhobenem Schild, und den Spieler stattdessen zum Angriff animieren.

    Das heißt nun nicht, dass Bloodborne ein Hack & Slay ist. Vielmehr geht es darum, das Risiko abzuwägen - lasse ich mich vom Feind treffen, um danach vielleicht mehr Lebensenergie zurückzuerhalten, als ich bei seiner Attacke verloren habe? Natürlich hilft es nicht, sich einfach herumfuchtelnd in Kämpfe zu stürzen. Der magische Moment ist kurz und sehr wertvoll. Setzt man nach dem ersten Regain-Treffer zur einer nahtlosen Kombo an, erhält man für jeden Treffer Lebensenergie zurück.

    Bloodborne: Screenshots zur Gamescom-Handson (6) Bloodborne: Screenshots zur Gamescom-Handson (6) Quelle: Sony Belohnt wird auch das Unterbrechen eines feindlichen Angriffs mit Hilfe der Schusswaffe, die der Held in der linken Hand trägt. Verhindert er so eine Attacke im letzten Moment, kann er kontern und bekommt einen Bonus auf den verursachten Schaden. Backstabs konnten wir zwar im Spiel bislang nicht entdecken, aber Gegner reagieren empfindlicher auf Rückenangriffe als auf Hiebe von vorne. In einem neuen Areal, einer Art Friedhof zwischen dürren, kahlen Bäumen, wandeln verrückte alte Frauen. Sobald sie den Spieler erblicken, fangen sie wie wild an, zu attackieren. Schnell wird man überrannt, aber es gibt einen Trick: Da es sich um alte, gebrechliche Omas handelt, kann man sie leicht aus dem Gleichgewicht bringen. Rollt man gegen die ungemütlichen Damen, geraten sie ins Taumeln und sind offen für Attacken. Fast alle Gegner haben solche Schwachstellen, auf die man mit etwas Nachdenken kommen soll, so From Software.

    Beim Zuschauen fällt sofort auf, dass die Lebensenergie- und Ausdauerleiste genauso aussieht wie in Dark Souls 2. Dort, wo aber die Menschlichkeit in Souls-Titeln angezeigt wird, erkennt man ein oranges Objekt mit der Zahl fünf darin. Das ist das Heil-Item, das man mit der Dreieck-Taste aktiviert. Slots für andere Gegenstände gibt es aber immer noch. Man habe festgestellt, dass jeder Souls-Spieler fast immer einen Estus-Flakon oder ähnliches auf der Schnellwahltaste platziert, um sich bei Gefahr rasch heilen zu können. Die Regenerationsutensilien nehmen also anderen Objekten den Platz weg.

    From Software will, dass der Spieler mit den Items experimentiert. Wir sehen sogleich ein Beispiel: Der Held beobachtet einen Tross Untoter, der mit erhobenen Fackeln die Straße entlang schlurft. Der Held möchte nicht mit der ganzen Bande kämpfen, deshalb wirft er dem Letzten der Gruppe ein Ölfässchen an den Kopf. Dann noch eine Brandbombe hinterher, und der Gegner ist Geschichte. Endlich sind nicht nur wir es, die mit dieser gemeinen Kombination das Leben aushauchen - man erinnere sich an Dark Souls 2 und die ölschleudernden Banditen.

    Auch wenn sich Bloodborne durch den Fokus auf offensives Kämpfen und der Schusswaffe in der Schildhand von Dark Souls unterscheidet, erinnert der Titel doch an vielen Stellen an das verwandte Werk. Die Untoten bewegen sich fast genauso wie ihre Kollegen in Dark Souls, der Waffensound ist teilweise der gleiche, die Kletteranimationen auf Leitern sind identisch, wenn auch flüssiger. Recht unschön ist nach wie vor das Öffnen von Toren: die Waffen ploppen in die Hände, sobald die Animation abgeschlossen ist. Dafür ist Bloodborne aber in allen Belangen schöner als Dark Souls. Die Bewegungen sind viel geschmeidiger, die Kleidung strotzt nicht mehr vor Clipping-Fehlern, wird nass und sogar blutig, Treppcheneffekte gibt es kaum noch. Beim Spielen ist jedoch aufgefallen, dass das Bild an den Rändern etwas unscharf und verwaschen aussieht, außerdem stottert Bloodborne kurz, wenn man die Kamera zu schnell schwenkt. Ein wenig Zeit hat From Software aber noch, um die Optik auf Vordermann zu bringen.

    Bloodborne: Screenshots zur Gamescom-Handson (11) Bloodborne: Screenshots zur Gamescom-Handson (11) Quelle: Sony Wie genau der Held an Erfahrung gewinnt ist noch unklar. Zwar werde ein RPG-System implementiert, doch wie genau das funktioniert, wollte man nicht verraten. Besiegt man Gegner, sammelt man jedenfalls nicht deren Seelen oder ähnliches auf. Was genau denn dann die "Strafe" für den Bildschirmtod ist, fragen wir. Auch hier bleibt From Software vage. Man überlege, wie man das virtuelle Ableben handhaben möchte. Der Verlust aller Seelen beim Sterben sei jedenfalls eine Mechanik, die viele Spieler nicht motiviert, sondern nervt und zum "jetzt muss ich das noch mal machen"-Stöhnen verleitet. Dark Souls für das Casual-Publikum also? Diese Befürchtung können wir entkräften. Die Demo, die wir spielen konnten, hatte einen gesenkten Schwierigkeitsgrad, damit die Besucher auch einen Großteil des Levels sehen können. Und trotzdem sind wir gestorben. Die humanoiden Feinde haben beträchtliche Reichweite, sind teilweise mit Flinten bewaffnet und umschwärmen uns fix, wenn wir nicht sofort reagieren.

    Oft kriechen oder platzen sie auch aus Hinterhalten hervor. Der Puls schlug uns beim Spielen durch die hohe Spannung durchgehend bis zum Hals. "Wenn man den Schwierigkeitsgrad von Dark Souls nehmen und einfach erhöhen würde, dann käme ein unmöglich schwieriges Spiel heraus. Das ist nicht unser Ziel.", so der Producer. Der Anspruch in Bloodborne entspringt den schnellen Reaktionen, die vom Spieler verlangt werden. Sich einfach permanent hinter den Schild zu ducken ist keine Option. Immer wieder ist man gezwungen, sich an die Gegebenheiten zu adaptieren und auf Risiko zu spielen. Die Ausweichrolle ist nun umso wichtiger, ebenso wie der Schritt zur Seite oder zurück.

    In der spielbaren Demo können wir wählen zwischen zwei vorgefertigten Charakteren. Der eine ist leicht bewaffnet mit dem Soul Cleaver, der Sichel, die man aus den Artworks und Trailern kennt. Der andere ist ausgestattet mit der Anti-Beast-Axe. Beide Waffen kann man mit einem Druck auf die obere Schultertaste umwandeln und so zu beidhändigen Werkzeugen umfunktionieren. Die Schusswaffe aus der linken Hand verschwindet dann. Bei Sichel und Axt erhöht sich beidhändig die Reichweite, man ist aber auch langsamer. Durch dieses "Verwandeln" erhöht sich die Zahl der Angriffe und Kombos immens.

    Ebenfalls gezeigt, aber leider nicht in der Demo vorhanden ist eine Art ausfahrbarer Speer. Der sitzt am Unterarm des Helden und wird zum Angriff vorgestoßen. Die schwere Attacke ist vernichtend, die Spitze richtet in gerader Linie vor dem Charakter schwersten Schaden an. Jedoch dauert es lange, lebensgefährlich lange, diesen Angriff aufzuladen. Nur echte Profis werden mit diesem Gerät umgehen können, sagt From Software. Neben diesen Exemplaren soll es eine Vielzahl weitere Waffen geben, darunter neue Gattungen - doch mehr bekommt man nicht heraus aus den Präsentatoren.

    Während wir in der Demo die bereits bekannten Gassen durchkämmen und dabei Fackel- und Mistgabelschwingende Untote ausschalten, zeigt die Präsentation noch einen neuen Bereich, der direkt an das Gebiet aus der Demo anschließt. Der Charakter befindet sich in einem gigantischen, zerfallenen Haus. Vom Dachgebälk aus erkennt er mehrere Stockwerke in der Tiefe - Vertikalität ist den Entwicklern wichtig. Ein Item leuchtet den Spieler von Weitem an. Aber alle Anwesenden wissen, was oft passiert, wenn man unbedarft einen verlockenden Gegenstand in einem From-Software-Spiel aufhebt. Stattdessen geht es weiter abwärts im Haus, der Held lässt sich einige Ebenen fallen - und landet prompt in einem Rattennest voller widerlicher, von einer Art Ausschlag entstellter Nager.

    Mit viel Geschick vermag er die Übermacht zu bezwingen und wir stellen zufrieden dabei fest, dass die Animationen der Gegner nicht aus Dark Souls 2 übernommen wurden. Mit einer fast leeren Lebensenergieleiste geht es weiter durch die Katakomben. Ein plötzliches und schmerzhaftes Ende findet der Held unter den Klauen eines riesigen Zombieschweins, das aus der Dunkelheit auf ihn zustürmt und erledigt. Ein schreckliches Ende, aber eine verheißungsvolle Botschaft an alle, die glauben, dass Bloodborne zu einfach sein könnte. Zur Story wollte From nichts verraten, nur, dass dem Spieler überlassen bleibt, wie er die Geschehnisse interpretiert. Niemand wird an die Hand genommen - auch nicht spielerisch. Wir jedenfalls finden das wunderbar und sind nun sicher, dass Bloodborne gute Aussichten hat, nicht nur Fans von Dark Souls, sondern auch Neulinge zu begeistern.

    04:35
    Bloodborne: Eindrücke zum PS4-Hardcore-Action-RPG im Video
    Spielecover zu Bloodborne
    Bloodborne
  • Bloodborne
    Bloodborne
    Publisher
    Sony
    Developer
    From Software
    Release
    25.03.2015
    Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von ArneScriptor
    Der größte Horror war der eigene knurrende Magen während der Präsentation ;-). Hoffe Katharina musste danach nicht…

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    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von ArneScriptor Neuer Benutzer
        Der größte Horror war der eigene knurrende Magen während der Präsentation ;-). Hoffe Katharina musste danach nicht mehr lange auf etwas zu Essen warten. Bei mir war es erst um 18 Uhr bei Nintendo der Fall, da gab es dann für die Muffins kein Entrinnen.

        Schreibe gerade mein Resümee zur Messe und bin bei Bloodborne angekommen. Nett auf diesem Wege meine Sitznachbarin wieder zu entdecken. Besser könnte ich die Eindrücke nicht wiedergeben 
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Bloodborne
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14.08.2014
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2014/08/Bloodborne__3_-pc-games_b2teaser_169.jpg
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