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  • Sie können kein Blut sehen? Dann müssen Sie Blood Omen 2 wohl blind spielen ...

    Mit seinem Berserker-Angriff erledigt Kain jeden Gegner ohne Mühe. Mit seinem Berserker-Angriff erledigt Kain jeden Gegner ohne Mühe. Sechs Jahre ist es her, seit sich PlayStation-Spieler in der Rolle des Blutsaugers Kain auf die Suche nach Wahrheit und Vergeltung machen durften. Auch wenn Blood Omen: Legacy of Kain nicht gerade ein grafisches Meisterwerk war, überzeugte es durch seine Atmosphäre, böse Sprüche und vor allem die Möglichkeit, auch einmal einen Charakter spielen zu dürfen, der nicht gerade auf der Seite der Guten steht. Nach zwei Titeln, in denen man Kains Statthalter Raziel durch die düstere Welt Nosgoths steuerte, ist der Meister selbst endlich wieder am Zug. Blood Omen 2 spielt etwa 400 Jahre nach dem ersten Teil und mehr als 1000 Jahre vor Soul Reaver 1. Kain hat sich dafür entschieden das Land zu beherrschen, anstatt sich zu opfern. Zwei Jahrhunderte ziehen er und seine Vampir-Armee durch das Land, bis sie vor den Toren Meridians, der Hauptstadt Nosgoths, von den Sarafan vernichtend geschlagen werden. Der Obervampir verliert das mächtige Schwert Soulreaver und verfällt in ein tiefes Koma.
    Böses Erwachen
    200 Jahre später: Kain erwacht irgendwo im Herzen von Meridian. Er ist schwach und unter dem langen Schlaf hat sein Gedächtnis gelitten. Nur bruchstückhaft kehrt die Erinnerung zurück. Zum Glück ist Umah zur Stelle. Die kurvenreiche Vampirin klärt den Oberblutsauger darüber auf, was während seiner langen Abwesenheit passiert ist: Nachdem die Sarafan Kain und den größten Teil seiner Gefolgsleute geschlagen hatten, übernahmen sie die Herrschaft über Nosgoth. Alle Vampire, die nicht auf ihre Seite überliefen, wurden Opfer einer grausamen Hexenjagd. Nur wenige konnten in den Untergrund flüchten und bildeten die Widerstandsgruppe Cabal. Umah bittet Kain sich ihnen im Kampf gegen die Sarafan-Priester anzuschließen. Niemand weiß, dass er wieder auferstanden ist und so wäre er ein sehr hilfreicher Verbündeter. Der Gedanke gefällt ihm zwar ganz und gar nicht, aber er sieht ein, dass er, um Rache an seinen Peinigern verüben zu können, zunächst Hilfe benötigt. Denn mit seinem Gedächtnis sind auch viele seiner vampirischen Fähigkeiten, dunkle Gaben genannt, verloren gegangen. Und ohne die, ist er kein Gegner für den Fürst der Sarafan. Zunächst gilt es also, seine abtrünnigen Gefolgsleute aufzuspüren und sie ihrer Fähigkeiten zu berauben, um wieder der perfekte Jäger zu werden, der er einst war.
    Die Jagd ist eröffnet
    Für die Gegner, die sich ihm anfangs in den Weg stellen, reichen Kains Fähigkeiten allerdings vollkommen aus. Nach einem eingehenden Tutorial beherrscht man die intuitive Steuerung so gut, dass die meisten Feinde leichte Beute sind. Mit der richtig getimten Kombination aus Blocks, Ausweichen und Schlägen nimmt man selten viel Schaden. Sehr hilfreich ist dabei die Auto-Face-Funktion, die dafür sorgt, dass Kain per Knopfdruck immer seinem aktuellen Gegner zugewandt ist. Besonders das richtige Ausweichen sollte man schon anfangs üben, denn die späteren Opponenten sind klüger und vor allem stärker. Sie ducken sich weg, parieren und beherrschen verheerende Special-Moves, die sich nicht abblocken lassen. Hat man es zu Beginn noch mit einfachen Dieben und Söldnern zu tun, stellen sich einem im Laufe des Spiels Sarafan-Ritter, Assassinen, Dämonen und Riesenspinnen in den Weg. Ausweichen hat übrigens noch einen anderen Vorteil: Es schont die Waffe. Kain kann immer nur eine zur gleichen Zeit mit sich herumtragen, welche dann auch noch bei zu starker Beanspruchung zerbricht. Waffenschonend ist es auch, wenn man nicht immer den offenen Kampf wählt. Mit Hilfe der dunklen Gaben kann man seine Beute oft gefahrloser zur Strecke bringen. Zum Beispiel kann Kain mit dem Nebel verschmelzen und sich unbemerkt an einen Gegner heranschleichen. Ein kurzer Druck auf die Angriffstaste löst dann eine blutige und tödliche Stealth-Attacke aus, die je nach Waffe anders aussieht. Oder man setzt aus gebührendem Abstand den Super-Sprung ein, um das Angriffsziel mit einem starken Schlag zu schwächen. Hat man sein Opfer dann schließlich erledigt, sollte man es zur Ader lassen, um verlorene Lebensenergie wieder zurückzubekommen. Anders als der herkömmliche Vampir muss Kain dazu seine spitzen Zähne nicht in den Hals des Opfers schlagen, sondern saugt ihnen stilvoll aus einiger Entfernung den Lebenssaft aus. Damit füllt er nicht nur seinen Blutvorrat auf, sondern auch gleichzeitig das so genannte Lore-Meter. Ist dieses voll, verlängert sich der Blutbalken und damit Kains Lebensenergie. Es lohnt sich also, während man durch die Straßen streift auch mal hier und da einem arglosen Passanten Blut abzuzapfen. Doch Kämpfen allein ist nicht alles. Um durch die linear aufgebauten Levels zu kommen, muss man immer wieder ein paar Rätsel lösen. Wer sich genau umschaut und Kains dunkle Gaben geschickt einsetzt, wird damit keine Probleme haben. Die meisten Puzzles basieren dabei auf der von den Sarafan eingesetzten Glyph Magie. Mit dieser Energie können Türen geöffnet, Maschinen bewegt und Schalter betätigt werden.
    Ein Hauch von Horror
    Der Sprung von der in Blood Omen 1 eingesetzten isometrischen Ansicht zur 3D-Third Person-Perspektive ist riesig. Die Grafik wirkt zwar nicht so bombastisch wie die von Soul Reaver 2, hat aber ihren ganz eigenen Charme. Die Texturen sind abwechslungsreich, jeder Level sieht anders aus. Ob das bevölkerte Meridian, die Kathedrale der Sarafan, felsige Schluchten oder das düstere, irreale Gefängnis der Ewigkeit: Das Level-Design ist eine gelungene Mixtur aus Magie und Technik mit einem Hauch Horror und verbreitet genau die richtige, leicht kühle Atmosphäre, die so ein Vampirabenteuer braucht. Die echtzeitberechneten Lichteffekte sind sehr gut, besonders auf Kains Körper. Dafür besteht sein Schatten aus nicht mehr als nur einem schwarzen Flecken, da hätte man sich schon mehr gewünscht. Obwohl Blood Omen 2 eine andere Game-Engine als Soul Reaver 2 verwendet, griff das Entwicklerteam ebenfalls auf die bewährte Streaming-Technologie zurück, bei der die Grafik des nächsten Abschnitts während des Spielens eingeladen wird. Leider "verschluckt" sich das Spiel des Öfteren dabei an den eingeladenen Grafik-Daten, so dass es dann zu unschönen Rucklern kommt. Akustisch gibt es hingegen gar nichts auszusetzen. Die deutsche Synchronisation ist professionell und perfekt. Und die finstere, sehr passende Hintergrundmusik typisch für die Titel der Legacy of Kain-Serie. Übrigens: Blood Omen 2 kommt ungeschnitten in die deutschen Läden!

    Blood Omen 2: The Legacy of Kain Series (PS2)

    Spielspaß
    89 %
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Blood Omen 2: The Legacy of Kain Series
    Blood Omen 2: The Legacy of Kain Series
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Crystal Dynamics
    Release
    02.04.2002
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Blood Omen 2: The Legacy of Kain Series
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05.04.2002
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2002/04/bloodomen001.jpg
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