Packende Weltkriegsaction weder zu Lande noch zu Wasser, dafür umso mehr in der Luft und mit intuitiver Steuerung
Der fette Bomber geht wenige Sekunden später in Flammen auf.
BILD: N-ZONE
Wii-Spieler dürfen in letzter Zeit richtig abheben. Nachdem uns aber Codemasters Flug-Actionspiel Heatseeker und Hudsons gemächlichere Simulation Wing Island, die wir beide in der letzten N-ZONE getestet haben, nicht vollends überzeugen konnten, liegen unsere Hoffnungen nun bei Ubisofts Blazing Angels. Wenn ihr in den Pilotensitz einsteigt, verschlägt es euch mitten in den Zweiten Weltkrieg. Kurz nachdem Deutschland Polen überfallen hat und der Krieg an der Westfront beginnt, bitten die Briten die USA aus Angst vor dem Einmarsch der Wehrmacht um Unterstützung.
Ihr schlüpft in die Haut eines blutjungen US-Soldaten, der frisch nach seiner Ausbildung nach Großbritannien geschickt wird, um in Kooperation mit der britischen Luftwaffe weitere Übergriffe zu verhindern. Nach dem gut integrierten Tutorial habt ihr euch mit der Steuerung vertraut gemacht, und es geht ab in den ersten Luftkampf, in dem ihr eine Brücke in Dünkirchen beschützen müsst. Dabei greifen abwechselnd Bodentruppen und Luftgeschwader an, die ihr natürlich umgehend ausschaltet. Die erste echte Mission gibt den Ton der insgesamt 20 spannenden Abschnitte an, in denen ihr unter anderem über dem Himmel von Berlin, Paris und Pearl Harbor kreist.
Pilotensessel im Wohnzimmer
Der überzeichnete Horizont schafft Atmosphäre.
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Wie bei jedem außergewöhnlichen Wii-Titel wollen die meisten Spieler wissen, wie die Steuerung umgesetzt wurde. Ich selbst war überrascht, wie gut die Kontrolle über das Flugzeug mit Nunchuk und Fernbedienung von der Hand geht. Die Entwickler von Ubisoft Bucharest haben sich offenbar sehr intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und nicht nur eine Kontrollmöglichkeit integriert, die überraschend gut funktioniert, sondern derer gleich fünf.
Dabei könnt ihr ganz nach eurer Vorliebe auswählen, das realistischste Fluggefühl habt ihr aber mit dem Standard-Schema, mit dem ihr glaubt, euer Wohnzimmersessel wäre Teil des Cockpits. Hier erfreut die Tatsache, dass der Neigungswinkel der Wii-Fernbedienung exakt der Position des Flugzeugs entspricht - stimmig! Über die Fernbedienung nutzt ihr die Zusatzfunktionen eurer Maschine, während das Nunchuk den Steuerknüppel simuliert. Einziger Wermutstropfen ist die leichte Verzögerung, mit der die Signale zu eurer Konsole übertragen werden, dadurch wirken die Maschinen leicht träge.
Technik dernächsten Generation?
In dieser Situation fordert ihr die Kollegen zum Angriff auf.
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Obwohl Blazing Angels schon seit fast einem Jahr für Xbox erhältlich ist, macht die Wii-Version grafisch einen schlechteren Eindruck. Die wenigen guten Effekte wie Explosionen oder MG-Feuer fallen angesichts der unzähligen Pop-ups und heftigen Ruckeleinlagen wenig positiv auf. Die Soundkulisse ist hingegen gut gelungen. Die umherpfeifenden Kugeln oder authentischen Motorengeräusche versetzen euch hautnah in das Kampfgeschehen. Der von den anderen Plattformen bekannte Online-Modus wurde für die Wii durch einen Splitscreen-Modus ersetzt, der zwar ganz solide ist, aber der Solokampagne keine Konkurrenz macht. Deshalb lohnt sich gerade für Solisten, die ein Faible für die Fliegerei haben, ein ausgiebiger Probeflug.
