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  • BioShock 2 Vorschau für PS3 und Xbox 360: Ein Fest der Kleinigkeiten

    Steht uns mit BioShock 2 im Februar 2010 ein weiteres Stück Software-Geschichte ins Haus? Wir durften das Unterwasserabenteuer anspielen und verraten euch in dieser Vorschau von BioShock 2 die Wassertemparatur.

    Schauplatz: ein altes Fabrikgebäude im Herzen von San Francisco. Draußen erwärmt die nachmittägliche Herbstsonne die Luft auf angenehme 21 Grad Celcius. Doch das ist den aus aller Welt angereisten Journalisten herzlich egal. Im Inneren warten nämlich knapp 100 Xbox-360-Konsolen, die alle Anwesenden wie Sirenen in ihren Bann ziehen. Über die Bildschirme flackert ein Häppchen Rapture, ein Hauch Unterwasserabenteuer, eine Prise Meeresboden - kurzum: eine erste spielbare Fassung von Bioshock 2!

    In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Splicer „weiter“entwickelt. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Splicer „weiter“entwickelt. Quelle: 2K Games

    ENDSTATION

    Unser Zug von Atlantic Express läuft in einen Unterwasserbahnhof ein. Eigentlich ist das gar nicht unsere Haltestelle, aber da ein monströser Eisklotz die Schotte vor uns blockiert, bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als auszusteigen. "Der Level ist vom Anfang des Spiels, quasi direkt nach dem Tutorial", erklärt uns Lead Designer Zak McClendon später. Wie gewohnt weist uns eine Stimme über Funk den richtigen Weg. Unser Reiseleiter für diesen Ausflug ist Sinclair, Eigentümer der Plasmid- Entwicklungsfi rma Sinclair Solutions und kein Unbekannter für alte Bioshock-Hasen. Die ahnen aber ohnehin schon, was zu tun ist: ein "Incinerate"-Plasmid (eine Art Zauberspruch) besorgen, um den Eisblock zu schmelzen. Doch Plasmide brauchen Adam, die Droge, die Rapture in den Abgrund geführt und uns im Vorgänger mit übermenschlichen Fähigkeiten gesegnet hat. Wir machen uns auf die Suche ...

    GEFAHR IM TAUCHERANZUG

    Die Big Sisters sind die härtesten Widersacher im Spiel. Die Big Sisters sind die härtesten Widersacher im Spiel. Quelle: 2K Games Dass wir in Bioshock 2 im Anzug eines Big Daddy stecken, ist mittlerweile nichts Neues mehr. Und da Big Daddys entworfen wurden, um Little Sisters bei ihrer Suche nach Adam zu unterstützen, sollten wir auch genau das tun: eine Little Sister auftreiben. Ein erstes Exemplar ist schnell gefunden; dank der gruseligen Lieder, die ihrem kindlichen Mund entfliehen, und des satten Brummens ihres kolossalen Begleiters ist das kleine Gör kaum zu übersehen beziehungsweise -hören. Bei diesen Klängen stellen sich uns vor Freude die Nackenhaare auf, spätestens jetzt sind wir vollends in Rapture angekommen - und wir sind verdammt noch mal gerne hier! Wir staunen nicht schlecht, als wir dem Zweiergespann letztendlich gegenüberstehen. Statt der markanten, kugelförmigen Taucherglocke trägt dieser Big Daddy einen eher zylinderförmigen Helm und einen seltsamen Apparat auf seinen Schultern, der sich im folgenden Kampf als Geschütz-Schleuder herausstellt. Damit wirft der sogenannte Rumbler kleine Selbstschussanlagen in den Raum, die sofort das Feuer auf uns eröffnen. Aber auch wir haben in den zehn Jahren, die seit Bioshock in Rapture verstrichen sind, aufgerüstet: Dank der neuen Fallenmunition unseres Nietengewehrs ist der Klops im Taucheranzug schnell Geschichte. Seine Schutzbefohlene trauert leise weinend, doch als wir sie uns per Tastendruck auf die Schulter heben, scheint sofort alles wieder in Ordnung.

    "Komm, Mister Bubbles, da vorne liegt ein Engel", flüstert sie uns ins Ohr und als ausgewiesene Rapture-Experten wissen wir: Engel = Leichen = Adam. Doch nicht jeder tote Körper eignet sich zur Adam-Ernte, also führt uns die kleine Schwester zu einem Verblichenen, der dummerweise genau im Fokus einer Überwachungskamera liegt. Hier kommt uns der neue Hack- Dart zu Hilfe: Damit zapfen wir die Kamera aus sicherer Entfernung an und "überreden" sie, für uns zu arbeiten. Beim Hacken haben sich die Entwickler das Feedback zum ersten Teil zu Herzen genommen: Das zu absolvierende Minispiel dauert nur wenige Sekunden und reißt uns nicht aus dem Spielfluss heraus. Dabei gilt es, einen horizontal wandernden Strich per Tastenbefehl in einem grünen Bereich anzuhalten - bei schwereren Hacks auch mehrmals hintereinander. Blaue Bereiche sind kleiner, aber noch erstrebenswerter: Hält der Strich dort an, gibt es eine vom Gerät abhängige Belohnung.

    Natürlich beherrschen auch die Gegner im Mehrspielerteil Plasmid-Angriffe. Natürlich beherrschen auch die Gegner im Mehrspielerteil Plasmid-Angriffe. Quelle: 2K Games

    ALLE ZWEI ZUSAMMEN

    Die gehackte Kamera erweist sich bei dem, was jetzt kommt, als nützlich: Nachdem wir unseren Protegé bei dem Toten abgesetzt haben, wittern Splicer das abgezapfte Adam und eilen waffenschwingend herbei. Dank von der Kamera herbeigerufenen Sicherheitsdrohnen, dem Big-Daddy-Bohrer sowie einer Kombination aus Plasmid-Attacken und roher Gewalt schlagen wir den Ansturm schnell nieder. Hey, Plasmide und Waffen gleichzeitig zu benutzen, fühlt sich gut, nein, es fühlt sich richtig an!

    EINE FRAGE DER MORAL

    Wieder meldet sich Sinclair über Funk: "Das Adam reicht noch nicht, du wirst noch eine Leiche fi nden müssen." Also das gleiche Spiel noch einmal: geeigneten Toten suchen, Splicer-Angriff abwehren, Little Sister wieder einsammeln. Beim zweiten Mal macht das Ganze schon weniger Spaß. Zum Glück sind wir das Mädel gleich los - müssten wir das ganze Spiel hindurch auf sie aufpassen, wäre das vermutlich ziemlich eintönig.

    Eine Renn-Taste sucht ihr vergebens, lediglich der Bohrer erlaubt Sprint-Attacken. Eine Renn-Taste sucht ihr vergebens, lediglich der Bohrer erlaubt Sprint-Attacken. Quelle: 2K Games Beim Abliefern steht wieder die obligatorische Gut-Böse- Entscheidung an: Falls wir nett sind und die Kleine "befreien", erhalten wir weniger Adam und das Wissen, etwas Gutes getan zu haben. Wählen wir hingegen "Ausbeuten", so gibt's mehr Adam und den faden Beigeschmack einer verwerflichen Schandtat. Schade, wie schon im Vorgänger lässt man uns hier ein bisschen alleine - die Auswirkungen unseres Handelns sind nicht abzusehen. Sind wir nun lieber gut oder böse? Und was haben wir dann davon? Gibt es nur "Schwarz" oder "Weiß" oder auch ein wenig "Grau"? Alles Fragen, die uns wohl erst das fertige Spiel beantworten wird, Lead Artist Hogarth de la Plante jedenfalls kommentiert das Geschehen eher ausweichend: "Ich würde nicht sagen, dass es so 'Schwarz' und 'Weiß' ist wie im Vorgänger, [...] in Bioshock 2 gestaltet sich das eher ein wenig subtiler." Aha!

    GESCHWISTERLIEBE

    Die abschließende Auseinandersetzung mit einer der Big Sisters ist jedenfalls das Highlight unseres Ausflugs - und ja, es gibt, entgegen den ursprünglichen Aussagen, mehrere dieser zähen und agilen Biester. Und die setzen auf einen eindrucksvollen Auftritt: Die Musik schwillt an, Lampen bersten und Schatten huschen durchs Halbdunkel. Gänsehautstimmung. Vorsichtig schreiten wir voran. Sofort, als wir die "Große Schwester" erblicken, reißen wir unser schweres Maschinengewehr hoch und feuern das gesamte Magazin leer. Doch die Gute ist wieselflink. Blitz-Plasmid und weitere Maschinengewehrsalven kosten sie zwar viel Lebensenergie, doch bevor wir ihrem Dasein ein Ende bereiten können, gehen uns die Kugeln aus. Zum Glück gibt es den Winter Blast. Mithilfe dieses Plasmids frieren wir unser Gegenüber ein und setzen mit der brandneuen Raketen-Speer-Munition zum finalen Manöver an: Ein düsenbetriebener Pfeil, der schon im Flug Teile der Umgebung und hinzugeeilte Splicer in Brand steckt, bohrt sich Sekunden später in die Brust unserer Gegnerin, reißt sie von den Füßen und wirbelt sie wie einen Gummiball kreuz und quer durch den Raum. Eine folgenschwere Explosion besiegelt anschließend das Schicksal der Big Sister. Jetzt nur noch das Feuer-Plasmid einsammeln, zurück zum Bahnhof und die Reise kann weitergehen - allerdings nicht für uns, die Präsentation des Einzelspielerteils ist hier zu Ende.

    Das Waffenarsenal wurde komplett überholt und an die Bedürfnisse eines Big Daddy angepasst. Alles ist größer, brutaler und sogar aufwertbar. Das Waffenarsenal wurde komplett überholt und an die Bedürfnisse eines Big Daddy angepasst. Alles ist größer, brutaler und sogar aufwertbar. Quelle: 2K Games

    SOLO? TAUGT!

    Das Fazit der Solo-Erfahrung: Es ist immer noch ein Bioshock. Es fühlt, klingt und spielt sich wie der Vorgänger, allerdings fehlt der große "Wow!"-Effekt, den Teil 1 seinerzeit auslöste. Tja, wir kennen Rapture nun doch schon zu gut. Allerdings machen die vielen Detailverbesserungen den faden Schon-gesehen-Beigeschmack wieder wett: Das Hacken nervt nicht mehr so schnell, das gleichzeitige Verwenden von Waffen und Plasmiden fühlt sich perfekt an, das Leveldesign ist super, die Optik setzt noch einen drauf, es gibt neue Splicer und Big Daddys und so weiter und so fort. Einzig die Hintergrundgeschichte muss sich noch beweisen.

    ICH WILL MEHR MEER!

    Im Capture the Sister Modus gilt es, kleine Schwestern zu beschützen und in ihre Unterschlüpfe zu befördern. Im Capture the Sister Modus gilt es, kleine Schwestern zu beschützen und in ihre Unterschlüpfe zu befördern. Quelle: 2K Games Der Mehrspielerteil stammt nicht aus dem Hause 2k Marin, sondern geht auf das Konto der kanadischen Entwickler Digital Extremes. Von den fünf Spielmodi, die in der finalen Fassung enthalten sein werden, dürfen wir auf dem Event drei selbst ausprobieren: Survival of the Fittest (Deathmatch), Civil War (Team Deathmatch) und Capture the Sister (abgewandeltes Capture the Flag). Über die beiden anderen Modi schweigen sich die Entwickler noch aus; wir wissen nur, dass es zusätzlich zu den fünf Spielarten zwei weitere geben soll, die aber, bis auf kleine Veränderungen, den bereits erwähnten entsprechen. Unter (Team) Deathmatch kann sich wohl jeder etwas vorstellen. Wir treten dem Spiel als einer von fünf Splicern bei, die allesamt zwar mit eigener Hintergrundgeschichte und Optik daherkommen, sich aber spielerisch nicht unterscheiden. Überhaupt legt Digital Extremes Wert auf eine passende Story: Der Mehrspielermodus ist etwa ein Jahr vor Bioshock 1 angesiedelt und veranschaulicht den Bürgerkrieg in Rapture. Ansonsten sind diese beiden Modi Shooter-Standardkost, wenn auch mit Plasmiden, Geschützen und anderen Zutaten verfeinert. Nett: Mehrmals pro Runde taucht in den beiden Spielvarianten jeweils ein Big-Daddy-Taucheranzug im Level auf, mit dem sich ein Spieler zum Superkämpfer aufrüsten kann.

    SCHNAPP DIE SCHWESTER!

    Bei Capture the Sister ist eher kontrolliertes Draufhauen angesagt: Das angreifende Team versucht, eine im Level sitzende Little Sister zu schnappen und zu einem Luftschacht zu bringen, die Defensiv-Mannschaft gibt alles, um das zu verhindern. Die Verteidiger schicken dabei zu Rundenbeginn einen Spieler im Big-Daddy-Kostüm ins Rennen, macht der aber die Grätsche, ist der vorteilhafte Anzug passé und der betroffene Spieler gelangt als Splicer zurück in die Partie. Nach Ablauf der Rundenzeit wechseln die Seiten - gewonnen hat, wer die Little Sister öfter in den Schacht geworfen hat. In diesem Modus fi el uns auch das Leveldesign positiv ins Auge: Die Spielwiesen sind zwar teilweise aus Bioshock 1 oder 2 bekannt, wurden aber an die entsprechende Zeitperiode angepasst (was auch für Waffen und Plasmide gilt). Die Schlachten verteilen sich dabei gern auch mal auf mehrere Ebenen; das führt zwar anfangs zu Orientierungsproblemen, bietet aber genug Raum für taktische Gefechte.

    Obwohl Sie einer von ihnen sind, tretet ihr auch immer wieder gegen Big Daddys an. Obwohl Sie einer von ihnen sind, tretet ihr auch immer wieder gegen Big Daddys an. Quelle: 2K Games

    Im Großen und Ganzen ist die Mehrspielererfahrung gelungen, das mitgelieferte Freischaltsystem ist motivierend und die Kämpfe sind knackig und abwechslungsreich. Wenn zehn Spieler gleichzeitig mit Plasmiden um sich werfen, ist es zwar mitunter verwirrend bunt auf dem Bildschirm, wer sich aber daran gewöhnt hat, wird mit vielen interessanten Details belohnt: Beispielsweise erhalten Spieler, die mit der Kamera Aufnahmen von getöteten Gegnern knipsen, einen Schadensbonus auf ebenjenen Gegner. Diese und viele weitere Finessen machen den Mehrspieler-Teil von Bioshock 2 zu viel mehr als nur einer belanglosen Dreingabe. Gut so!

    Unser Vorschau-Video zu BioShock 2 für PS3 und Xbox 360:

  • Bioshock 2
    Bioshock 2
    Publisher
    2K Games
    Release
    09.02.2009
    Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von Pesce
    das wird der Hammer
    Von mk200
    der vorgänger war erste sahne und auf bioshock 2 freue ich mich wie ein schnitzel XDwenn das spiel genauso viel an…
    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von Pesce Benutzer
        das wird der Hammer
      • Von mk200 Erfahrener Benutzer
        der vorgänger war erste sahne und auf bioshock 2 freue ich mich wie ein schnitzel XD
        wenn das spiel genauso viel an action und atmosphäre liefert wie in den trailern dann bin ich mehr als zufrieden ^^
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Bioshock 2
BioShock 2 Vorschau für PS3 und Xbox 360: Ein Fest der Kleinigkeiten
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29.10.2009
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