Beijing 2008: The official Video Game of the Olympic Games
Beim Stabhochsprung müsst ihr erst Fahrt aufnehmen und dann im richtigen Augenblick mit der Stange das Loch treffen.
Ältere Semester unter den Xbox-360-Besitzern erinnern sich bestimmt wehmütig an die guten alten Zeiten, als die Summer Games, Winter Games und World Games von Epyx noch das absolute Nonplusultra der Multiplayer-Spiele waren. Dass die Konzepte dieser mittlerweile knapp 25 Jahre alten Titel durchaus auch heute noch ihre Daseinsberechtigung haben, will Sega mit Beijing 2008 beweisen, dem offiziellen Videospiel der Olympischen Spiele in Peking.
30 aus 28
In 28 Sportarten sammeln männliche und weibliche Athleten aller Herren Länder im August zwei Wochen lang Medaillen bei den Olympischen Sommerspielen. 30 der knapp 300 Disziplinen der Veranstaltung haben es in die virtuelle Umsetzung dieses sportlichen Mega-Events geschafft. Bei einem großen Teil davon handelt es sich ganz traditionell um Wettkämpfe aus der Leichtathletik. Ihr dürft beispielsweise auf der Kurzstrecke sprinten oder auf der Langstrecke Ausdauer beweisen. Zudem könnt ihr unter anderem Hoch- und Weitsprung betreiben, Kugeln stoßen oder Speere werfen. Auch geturnt wird in Beijing 2008. Auf dem Stufenbarren, an den Ringen, auf dem Schwebebalken und sogar im Bodenturnen tretet ihr an. Daneben hat man drei Disziplinen aus dem Sportschießen ins Spiel integriert und ausgefallenere Wettkämpfe wie Bogenschießen oder die Mannschaftsverfolgung im Radsport finden ebenfalls Beachtung. Und selbstverständlich sind mit dem Siebenkampf der Frauen und dem Zehnkampf der Männer auch die beiden Königsdisziplinen der Leichtathletik mit von der Partie.
Jede der 30 Disziplinen solltet ihr im Trainingsmodus üben, bevor ihr euch beispielsweise auf den Modus Wettbewerb stürzt. In Letzterem dürft ihr euch in beliebig vielen Wettkämpfen mit bis zu vier Spielern gleichzeitig an einer Konsole messen. System-Link- und Xbox-Live-Duelle für bis zu maximal acht Teilnehmer sind auch möglich. Das Herzstück der Spielmodi heißt jedoch Olympische Spiele. Bedauerlicherweise konnten wir diesen Modus noch nicht ausprobieren, da er in unserer Vorabversion mit akutem Schädlingsbefall in Form von Bugs zu kämpfen hatte. Abstürze am laufenden Band waren die Folge. Immerhin fanden wir aber heraus, dass ihr in diesem Modus die Attribute Präzision, Ausdauer, Kraft, Agilität, Geschwindigkeit und Zeitlupe hochleveln müsst, um in den Sportarten eine gute Figur abzugeben.
Einfach simpel
In der Mannschaftsverfolgung im Radrennen solltet ihr die Kondition eurer Sportler im Auge behalten.
Wie immer in Spielen dieser Art ist auch in Beijing 2008 die Steuerung der meisten Disziplinen sehr unkompliziert ausgefallen. Einige davon sind bocksimpel, aber zweckdienlich, andere durchaus durchdacht und spaßig. Ein paar langweilige Wettbewerbe sind leider auch dabei, immerhin haben wir aber nur einen einzigen Totalausfall festgestellt. Dabei handelt es sich um das Kajakfahren. In dieser Disziplin ist die Steuerung dermaßen verhunzt, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist, mit dem Kajak durch alle Tore zu paddeln. Der gelungene Rest beschränkt sich in puncto Steuerung größtenteils auf das Hin- und Herrödeln eines Ministicks oder das richtige Timing beim Drücken einer angezeigten Taste. Hin und wieder wird es auch anstrengend, beispielsweise bei der Mannschaftsverfolgung im Radrennen. In dieser Sportart müsst ihr knapp vier Minuten lang den rechten Ministick im Kreis drehen - und das geht auf den Daumen. Aber Sport ist ja ohnehin bekanntlich Mord.
Betrachtet man Beijing 2008 von der technischen Seite, dann fällt also vor allem die Einsteigerfreundlichkeit der Steuerung positiv ins Gewicht. Eine neue Grafikreferenz dürft ihr aber beim besten Willen nicht erwarten. Das Spiel sieht lediglich ganz nett aus, ein Texturfeuerwerk brennen die Macher von Eurocom (Fluch der Karibik 3) aber nicht ab. Immerhin sind die Sportskanonen aber authentisch animiert. Im akustischen Bereich erwarten euch teils nette und teils unspektakuläre Melodien. Die Fan-Geräusche in den Stadien und Hallen könnten zudem dynamischer sein und leider hatte die Vorabversion nur englischsprachige Kommentatoren. Für die Testfassung hoffen wir auf eine deutsche Synchronisation.
solang es einfacher als im RL ist.