Menschen töten für Gold. Für eine Lastwagenladung dieses Edelmetalls muss in Battlefield: Bad Company sogar eine ganze Söldnerarmee dran glauben. Das schwedische Entwicklerstudio DICE macht in seinem
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Diese fetten Ami-Panzer gilt es in dieser Mission zu beschützen. Die Landschaftsgrafik kann es, abgesehen von den leicht matschigen Bodentexturen, durchaus mit Call of Duty 4 aufnehmen.
neuesten Mehrspieler-Shooter vieles anders als in den Vorgängern - vieles besser, ein paar Kleinigkeiten aber auch schlechter.
Battlefield - dieses Wort steht für großartige Mehrspielergefechte, zahlreiche Waffen und Fahrzeuge. Battlefield steht auch für eingeschränkte Einzelspielererlebnisse mit dummen KI-Soldaten (Bots), die allesamt den Beinamen Bruchpilot verdienen. Eine zusammenhängende Geschichte gibt es in keinem einzigen bisher erschienenen Battlefield.
Beiläufiger Humor
Für Bad Company verlagern die Entwickler die Gewichtung vom Mehrspieler- zum Einzelspielerpart mit einer richtig guten Story. Der Konflikt, den die US-Armee mit den Russen und einer Söldnerarmee in einem fiktiven Land ausficht, ist jedoch Nebensache. Im Mittelpunkt stehen dagegen vier Soldaten aus einer Spezialeinheit ... einer von der Armeeführung ungeliebten
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Mitunter werfen Gegner auch mal mit Granaten nach dem Spieler.
Spezialeinheit wohlgemerkt, für die die Drecksarbeit gerade gut genug scheint. Ihr verkörpert den Neuen in der Gruppe. Preston Marlowe, so heißt euer Alter Ego, sollte eigentlich im Knast landen. Stattdessen verschlägt es ihn in die Bad Company, gemeinsam mit Sergeant Redford, Haggard und Sweetwater.
Gerade die beiden Letztgenannten sorgen für einen Brüller nach dem anderen. Während der ernst dreinblickende Sarge per Knopf im Ohr die nächsten Einsatzziele vom Hauptquartier empfängt, üben die beiden Knalltüten im Hintergrund Golf mit umgedrehtem Sturmgewehr oder spielen Schnick Schnack Schnuck. Göttlich sind die Gesichter eurer Kameraden, als diese erkennen, dass die feindlichen Söldner mit soliden Goldbarren bezahlt werden. Man sieht förmlich die Dollarzeichen in den Augen. Fortan spielt die Jagd nach Gold eine gewichtige Rolle bei der Ausführung der offiziellen Einsatzziele. Umso enttäuschender ist die Tatsache, dass die Goldsuche keine spielerischen Auswirkungen hat, von einem Achievement einmal abgesehen.
Neues Spielzeug
Die Kampagne macht euch mit den Waffen und Fahrzeugen vertraut. Was wäre ein Battlefield ohne Jeeps, Panzer und Kampfhelikopter? Flugzeuge sucht ihr dagegen vergebens. Stattdessen geben euch die Entwickler neues Spielzeug in die Hand. Einen Lasermarker etwa, mit dem ihr gepanzerte Fahrzeuge markiert. Kurz darauf feuert ein Kampfjet eine Rakete ab, die ihr mit dem rechten Ministick ins Ziel leiten müsst. Oder ihr verwendet ein handliches Markiergerät, mit dem ihr einen Artillerieschlag anfordern könnt. Ideal, um ein MG-Nest samt Haus dem Erdboden gleichzumachen.
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So gigantisch sehen die Explosionen in Battlefield: Bad Company aus und sie hören sich genauso an.
Zumindest fast, denn das Zerstörungssystem hat seine Grenzen. Tragende Säulen von Gebäuden lassen sich nicht zerstören, ebenso wenig bestimmte Gebäude mit besonders festem Gemäuer. Dafür eignet sich der auf das Sturmgewehr montierte Granatwerfer vorzüglich, einen zweiten Eingang freizusprengen und verschanzte Soldaten von hinten zu überraschen.
Gigantische Atmosphäre
Gerade im Mehrspielermodus lassen sich damit die Feinde gut in die Zange nehmen. Beliebt ist auch die Taktik, mit einem Panzer in voller Fahrt die Außenmauer zu durchbrechen und das Projektil im Gebäude abzufeuern. Die Explosionen sehen gigantischer aus als ihre Wirkung. Der Wirkungsradius
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Im Mittelpunkt stehen die witzigen Charaktere (von links): Sweetwater und Haggard üben Golf, während Sergeant Redford Befehle erhält.
hätte ruhig etwas größer ausfallen können. Fantastisch: Durch die Druckwelle zerplatzen auch die Fenster im Obergeschoss.
Beeindruckend ist auch die Soundkulisse: Sämtliche Waffen machen, eine Surround-Anlage vorausgesetzt, ordentlich Rumms. Zerstört man eine Hausmauer, hört man die rieselnden Steinbrocken noch eine Weile. Und feuert man eine Rakete auf ein weit entferntes Ziel, seht ihr zuerst den Blitz und hört - leicht verzögert - den Knall. Die frisch von einem 60-köpfigen Orchester aufgenommene Battlefield-Melodie sorgt nicht nur für Gänsehaut, sondern setzt dem grandiosen Sound das Sahnehäubchen auf.
Teamwork
Im Mehrspielermodus steht und fällt der Spielspaß mit dem eigenen Team. Nur bei ausgewogener Klassen-Auswahl der Kameraden besteht überhaupt eine Chance auf den Sieg. Klar, der liebevoll Krankenschwester genannte Support ist Pflicht und ist dank anforderbarem Artillerieschlag auch nicht wehrlos. Wunderschön ist das Zusammenspiel zwischen Specialist und Demolition, wenn beide auf Panzerjagd gehen. Ersterer feuert einen Pfeil mit einem Transponder auf Panzer oder sonstige Gefährte. Nach ein paar Sekunden sendet der Transponder ein Signal, welches jede vom Demolition abgefeuerte Rakete automatisch ins Ziel lenkt. Für Rambos ist der Soldat geeignet, der im Spiel Assault heißt. "Hinterlistige Bastarde" (O-Ton
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Bäume knicken um wie Zahnstocher, wenn man mit einem Panzer drüberfährt.
Sweetwater) wählen den Recon, der aus diversen Scharfschützengewehren wählen und per Lasermarker eine Lenkrakete anfordern kann.
Für unseren Test stand übrigens nur die englische Version
zur Verfügung, daher werden auch nur die englischen Klassenbezeichnungen genannt. Die deutsche Sprachausgabe klingt aber zumindest auf der PlayStation-3-Version astrein und wirkt nicht aufgesetzt, wenngleich die Lippenbewegungen alles andere als synchron sind. Laut EA finden sich in der Verkaufsversion beide Sprachen auf der Disk.
Typisch EA. In der Mehrspieler-Lobby darf man den Server nicht auswählen, sondern das Spiel kommt automatisch per Matchmaking zustande. Lediglich die Karte könnt ihr auswählen oder ob das Match gewertet werden soll. Clans kommen trotzdem nicht zu kurz. Freunde fasst ihr vor dem Spiel zu einem Squad zusammen und betretet gemeinsam ein Spiel. Störende Lags stellten wir keine fest.
