Battlefield 5: Closed-Alpha gespielt - gewohnte Schlachten mit einigen Balancing- und wenigen Technik-Tücken - jetzt mit Video!
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Fans konnten es nach der Ankündigung kaum fassen: Die renommierte Battlefield-Reihe hatte scheinbar eine starke Kurskorrektur vorgenommen - vermeintlich zum Schlechteren. Doch ob DICE uns in diesem Oktober tatsächlich ein komplett anderes Erlebnis anbieten möchte, konnten wir anhand der Closed-Alpha-Phase von Battlefield V überprüfen. In unserer Vorschau verraten wir euch, was wir anhand der Probefassung von dem Zweiter-Weltkrieg-Ableger halten. Update: Wir haben nun das Preview-Video nachgereicht.
Battlefield V hat es bei seiner Community nicht einfach - jedenfalls kam das Spiel bei der Ankündigung im Mai deutlich schlechter als der direkte Vorgänger an. Ein (kleiner) Teil der riesigen Fanbase hat sich über die weiblichen Soldaten echauffiert, manchen war die Optik des Trailers hingegen zu bunt und den anderen haben die Gameplay-Neuerungen missfallen, die scheinbar eine gewisse Annäherung an die kurzweiligen Call of Duty-Gefechten andeuten (lest dazu mehr in unserer BF5-Ankündigungs-Kolumne). Wenn man nur nach den Reddit-Threads und den Youtube-Kommentaren ging, konnte man glatt das Gefühl bekommen, dass DICE die renommierte Reihe komplett an ihrer alten Zielgruppe vorbei entwickelt. Dass mancher langjährige Fan scheinbar aus einer Mücke einen Elefanten machen wollte und im Gegenteil ein eher klassisches Battlefield-Erlebnis auf uns im Oktober zukommt, hat man aber bereits bei der ersten Anspielmöglichkeit auf der E3-Messe in Los Angeles gespürt. Dort konnten wir in den frischen Grand-Operations-Modus hineinschnuppern und so kolossale Schlachten mit Fahrzeugen, unterschiedlichen Spielerklassen, nervigen Snipern und viel Teamplay erleben.
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Nun hatten wir zum zweiten Mal die Möglichkeit, Battlefield 5 (jetzt kaufen ) zu spielen und dieses Mal auch ohne zeitliche Beschränkungen. Recht überraschend hat Electronic Arts eine Closed-Alpha-Version des kommenden Schlachtensimulators veröffentlicht und ausgewählten Medien, Influencern sowie Profi-Spielern einen Zugang zur ersten Probephase ermöglicht. Bestandteil der Alpha-Fassung war die bereits von der E3 bekannte Karte Narvik, in der auf einer winterlichen Fjord-Landschaft deutsche Wehrmachtssoldaten gegen die Briten kämpfen. Während wir in L.A. lediglich den Grand-Operations-Modus spielen konnten, durften wir nun auch den Klassiker-Modus Conquest ausprobieren.
Battlefield 5 - Closed-Alpha-Eindrücke: Technik hui, Balancing (noch) pfui
Technisch hinterließ die Closed-Alpha-Fassung für das relativ frühe Entwicklungsstadium einen guten Eindruck. Die Performance auf einem Mittelklasse-Gaming-PC (i7-4790@3,6 GHz, 16 GB RAM und Geforce GTX 980) ging in Anbetracht der grandiosen Optik vollkommen in Ordnung - wir konnten auf unserem Rechner in 1080p mit 60 FPS auf den hohen Einstellungen spielen. Einige Bugs gab es jedoch, die aber am Ende auch nicht schwerwiegend waren. So erlebten wir keinerlei Abstürze, lediglich Grafikfehler wie etwa hängende Flugzeuge oder fliegende Soldaten trübten manchmal das Spielgeschehen. Ebenso gab es noch leichte Probleme mit dem automatischen Matchmaking für Squads.
In puncto Balancing müssen die Schweden jedoch noch an einigen Baustellen arbeiten. Sowohl im Conquest- als auch Grand-Operations-Modus gab es zum Beispiel übertrieben starke Gadgets. Mit der Flare-Gun der Aufklärer- und Sanitäter-Klasse konnte man gefühlt ganze Squads auf einmal für das eigene Team auf der Mini-Map markieren und sie so zu Kanonenfutter mutieren lassen. Das wirkt sich in den Schlachten insbesondere deshalb stark aus, weil es die gewohnte Markierungsmechanik per Tastendruck in Battlefield 5 nicht geben wird. Auch in den Luftkämpfen machte sich das noch ausbaufähige Balancing bemerkbar: Die deutschen Flugzeuge hatten einige Nachteile gegenüber den britischen Modellen. Mit dem Blenheim-Bomber konnte man etwa engere Kurven als mit einer Messerschmidt Bf-109 ziehen und sie so in den Dogfights leicht übertrumpfen. Ähnliches trifft auch noch auf die Waffenauswahl (etwa die schwachen Panzerschrecks) und einige Stellen auf der Karte zu. Unserer Erfahrung nach ist das aber für eine Closed-Alpha-Fassung vollkommen normal - schließlich ist eine so frühe, spielbare Version dafür da, dass die Entwickler Fehler noch vor dem Verkaufsstart beseitigen können.
Quelle: PC Games
Am Balancing muss (erwartungsgemäß) noch gearbeitet werden. Der Blenheim-Bomber der Briten war unserer Meinung nach zu wendig.
Battlefield 5 - Closed-Alpha-Eindrücke: Fast wie gewohnt
Die meisten versprochenen Neuerungen machten sich unserer Meinung nach eher dezent bemerkbar. Unsere Befürchtung, dass die neu eingeführten Perks die gewohnten Battlefield-Schlachten zu einer kurzweiligen Call of Duty-Erfahrung machen würden, hat sich zum Beispiel nicht bestätigt. In Battlefield 5 sammeln unsere Squads spezielle Punkte, mit denen man in der Alpha-Version (egal auf welcher Seite) einen V1-Raketenschlag oder einen Crocodile-Flammenpanzer freischalten konnte. Beide Perks wurden in den von uns gespielten Partien eher selten eingesetzt und haben nicht einmal über den Ausgang einer Schlacht entschieden. Viel mehr kam es - wie aus den Vorgängern gewohnt auf - einen wohlüberlegten Einsatz von Fahrzeugen und Teamtaktik an.
Auch die Möglichkeit, Stellungen auszubauen, wurde eher selten eingesetzt. Aufgrund der hohen Spieleranzahl haben die wenigsten Spieler die Zeit, während eines heißen Feuergefechts die Werkzeugkiste auszupacken und so etwa die Häuser in der Kartenmitte zu befestigen. So mancher Alpha-Teilnehmer hat aber die Spielmechanik missbraucht, um schnell an Erfahrungspunkte zu kommen. Dafür suchte man lediglich eine ruhige Stelle auf der Map aus und hat dort vollkommen unnötige Befestigungen aufgezogen. Wie die eigentlich unterhaltsamen, virtuellen Schlachten so Laune machen sollen, erschließt sich uns jedenfalls nicht. Ebenso selten haben die Spieler in den von uns gespielten Schlachten Flak-Geschütze mit ihren Fahrzeugen von einer Stelle zur nächsten transportiert und auch die Möglichkeit, dass alle Klassen verletzte Kameraden wiederbeleben können, wurde (leider) sehr selten eingesetzt.
Quelle: PC Games
Die Luftabwehrgeschütze lassen sich zwar mit einem Wagen transportieren, aber wir haben das in den von uns gespielten Partien selten erlebt.
Insgesamt hatten wir nach rund 15 Stunden in der Closed-Alpha das Gefühl, dass wir ein leicht aufgehübschtes Battlefield 1 mit einem Setting-Wechsel gespielt haben. Da viele wichtige Neuerungen aber entweder noch nicht implementiert waren (etwa die meisten Unterklassen) oder die Spieler noch viele Stunden Erfahrung mit den frischen Features sammeln müssen, kann sich die Lage zum Release noch stark ändern. Jedenfalls machte die vom Umfang her knappe Closed-Alpha-Version Lust auf mehr und so freuen wir uns weiterhin auf die Veröffentlichung von Battlefield 5 im Oktober - auch wenn der allseits beliebte Rush-Modus wohl nicht mit an Bord sein wird.
