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  • Batman: Arkham Origins - Blackgate im Test für PS Vita: Solides Metroidvania mit Batman-Bonus

    PS Vita: Blackgate spielt kurz nach den Ereignissen von Batman: Arkham Origins. Quelle: Videogameszone

    Batman: Arkham Origins - Blackgate im Test: Neben den "großen" Batman-Abenteuern für PC, PS3, Xbox 360 und Wii U wurde die Serie noch um einen weiteren Ableger reicher: Mit Arkham Origins: Blackgate wagt der Dunkle Ritter erstmals den Sprung auf die Playstation Vita und den Nintendo 3DS - diesmal allerdings mit 2D-Gameplay in 3D-Levels. Wir haben die Vita-Version durchgespielt und sind ein bisschen enttäuscht: Das große Potenzial wird nicht ausreichend genutzt.

    Batman: Arkham Origins – Blackgate im Test für PS Vita. Das Handheld-Abenteuer ist zeitlich kurz nach Batman: Arkham Origins angesiedelt, erzählt aber eine eigenständige Geschichte: Drei Superschurken bringen das berüchtigte Blackgate-Gefängnis unter ihre Kontrolle, setzen die Häftlinge frei und terrorisieren nach Leibeskräften das verbliebene Personal – eine Grundidee, die sich stark an Batman: Arkham Asylum anlehnt. Der Dunkle Ritter ist natürlich sofort zur Stelle, muss den Kampf aber nicht alleine schlagen: Per Funk erhält er Unterstützung von Catwoman, die ihn lose durch die Missionsziele führt. Auch andere bekannte Figuren wie etwa Commissioner Gordon haben kurze Auftritte und sind ähnlich gut vertont wie in den anderen Batman-Spielen. Allerdings wird die Story nur in spärlich animierten Comic-Sequenzen erzählt, birgt kaum Überraschungen oder Tiefgang – so dramatisch oder spannend wie die "großen" Arkham-Spiele wird Blackgate zu keinem Zeitpunkt.

    Versions-Info: Uns lag nur die PS Vita-Version zum Test vor. Die inhaltsgleiche Fassung für den Nintendo 3DS erscheint knapp eine Woche nach der Vita-Version, nämlich am 31. Oktober 2013.

    2D-Gameplay in 3D-Levels

    PS Vita: Obwohl das Gameplay vollständig zweidimensional ist, sorgen flüssige Kameraschwenks für räumliche Tiefe in den 3D-Levels. PS Vita: Obwohl das Gameplay vollständig zweidimensional ist, sorgen flüssige Kameraschwenks für räumliche Tiefe in den 3D-Levels. Quelle: Videogameszone Anders als die früheren Batman-Titel wird Arkham Origins: Blackgate aus der Seitenansicht gespielt. Das Gameplay ist also ähnlich zweidimensional wie in Guacamelee!, Dust: An Elysian Tail oder Limbo. Trotzdem besteht das Blackgate-Gefängnis aus verwinkelten 3D-Levels: Während Batman durch die Räume und Luftschächte streift, wandert die Kamera flüssig mit dem Helden mit, folgt ihm selbst durch enge Gänge und schwenkt um Ecken herum. Das sieht gut aus und verleiht den Levels räumliche Tiefe. Doch darin liegt auch das Problem: Durch die ständigen Perspektivwechsel fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Zu oft hat man sich in den Gängen verirrt, die meist nur aus grauem Beton und Schutt bestehen und entsprechend eintönig aussehen. Die Folge sind dann unnötig lange Laufwege. Auch die Metroidvania-typische Übersichtskarte ist keine große Hilfe, da sie die verschiedenen Ebenen und Seitengänge der 3D-Levels nur unzureichend abbildet.

    Secrets, Gadgets, neue Wege: Metroidvania ohne Schnörkel

    PS Vita: Auch in Blackgate muss Batman durch jede Menge Luftschächte krabbeln - das erinnert an den ersten Teil Arkham Asylum. PS Vita: Auch in Blackgate muss Batman durch jede Menge Luftschächte krabbeln - das erinnert an den ersten Teil Arkham Asylum. Quelle: Videogameszone Auch wenn das Erkunden der Levels manchmal mühsam gerät, lohnt sich der Aufwand: Wie es sich für ein Action-Adventure im Metroidvania-Stil gehört, ist das Blackgate-Gefängnis vollgestopft mit Secrets und Sammelbarem. Manche dieser Fundstücke schalten nur Konzeptzeichnungen frei, andere hingegen verbessern Batmans Rüstung oder seine Angriffskraft. Außerdem sind Teile verschiedener Batman-Kostüme versteckt, die dem maskierten Helden verschiedene, dauerhafte Vorteile verleihen – zum Durchspielen sind diese Kostüme aber nicht nötig, sie dienen vielmehr als Bonusanreiz für Entdeckernaturen. Um neue Wege zu erschließen, Schalter zu betätigen und geheime Pfade aufzudecken, kommen mehrere Gadgets zum Einsatz, die Batman natürlich erst im Spielverlauf finden muss. Leider gibt es nur wenige dieser Werkzeuge, etwa eine Explosiv-Gel-Kanone, elektrisch geladene Batarangs oder einen Seilwerfer, den man schon aus Arkham Asylum kennt. Der Einsatz dieser Gerätschaften geht gut von der Hand und macht Spaß, etwas mehr von ihnen hätten es aber ruhig sein dürfen.

    Nützliches, aber auch umständliches Scannen

    PS Vita: Um wichtige Objekte zu entdecken, aktiviert man den Detektivmodus und scannt die Umgebung per Touchscreen ab. PS Vita: Um wichtige Objekte zu entdecken, aktiviert man den Detektivmodus und scannt die Umgebung per Touchscreen ab. Quelle: Videogameszone Versteckte Wege und andere wichtige Details stöbert Batman mit seiner gewohnten Detektivsicht auf – dadurch werden alle relevanten Objekte in der Umgebung farblich hervorgehoben und selbst Gegner werden durch Wände hindurch sichtbar gemacht (was aufgrund des 2D-Gameplays übrigens völlig nutzlos ist). Die Detektivsicht sieht cool aus und ist spielerisch sehr wichtig, steuert sich aber etwas umständlich: Um etwas zu untersuchen, muss man bei der PS Vita nämlich den Touchscreen mit dem Finger abtasten, nur so werden wichtige Objekte grün und gelb eingefärbt. Das ist anfangs noch lustig, nervt später aber, wenn man immer wieder eine Hand von den Aktionstasten lösen muss, um ständig das Touchpad zu befummeln. Die Touchpad-Rückseite der PS Vita wird zudem leider nicht unterstützt. Somit bremst der – ansonsten gut gelöste - Detektivmodus etwas den Spielfluss.

    09:53
    Batman: Arkham Origins Blackgate - Ausführliches Walkthrough durch das Verwaltungsgebäude
    Spielecover zu Batman: Arkham Origins - Blackgate
    Batman: Arkham Origins - Blackgate

    Anspruchslose Prügeleien, solides Schleichen

    PS Vita: Kämpfe sehen gut aus und sind schön animiert, spielerisch fallen die Prügeleien jedoch recht anspruchslos aus. PS Vita: Kämpfe sehen gut aus und sind schön animiert, spielerisch fallen die Prügeleien jedoch recht anspruchslos aus. Quelle: Videogameszone Kämpfe laufen ähnlich wie in Arkham Origins ab: Batman verprügelt Gangster mit simplen Kombos und Konterattacken. Das ist schön animiert, gerät spielerisch aber viel simpler als im großen Vorbild. Es gibt nur wenige Attacken, die meisten Gefechte geraten dadurch etwas eintönig, zumal nur wenige Gegnertypen aus den großen Arkham-Spielen in Blackgate rübergerettet wurden. Außerdem spielen Batmans Gadgets in Kämpfen kaum eine Rolle. Die hochspannenden Schleich-Passagen aus den früheren Batman-Spielen, in denen man sich clever an Gegner ranpirschen und sie lautlos ausschalten musste, wurden dafür ziemlich gut in das 2D-Format übertragen: Batman kann Gegner beispielsweise ablenken, indem er Batarangs an Alarmglocken schleudert, oder aber er schleicht sich durch Gitter im Boden an seine Ziele heran. Einmal im Spiel gibt es außerdem eine Szene, in der Batman sich von einem Wasserspeier zum nächsten schwingt, um Gegner von oben herab auszuschalten – nett gemacht. Ein Erfahrungspunktesystem mitsamt Talentbaum gibt es übrigens nicht: Gegner sind hier nur reine Hindernisse, sie zu besiegen wirft also keine Belohnung ab.

    Durchwachsene Bosskämpfe

    PS Vita: Solomon Grundy hat einen kurzen, konfusen Auftritt im Spielverlauf - er kommt, lässt sich verhauen und ist dann schon wieder weg. Warum, weshalb - das erklärt keiner. PS Vita: Solomon Grundy hat einen kurzen, konfusen Auftritt im Spielverlauf - er kommt, lässt sich verhauen und ist dann schon wieder weg. Warum, weshalb - das erklärt keiner. Quelle: Videogameszone Die wenigen Bosskämpfe haben Höhen und Tiefen. Ein wichtiges Gefecht läuft beispielsweise als gut inszeniertes Quicktime-Event mit wenigen Steuerungsmöglichkeiten ab – das ist spielerisch simpel, sieht aber gut aus und ist angemessen dramatisch in Szene gesetzt. Ein anderer Bosskampf gegen den Pinguin hat uns hingegen unnötig Nerven gekostet, da man hier schleichend vorgehen muss, während sich der Raum mit übermäßig starken Gegnern füllt. Hier gibt es zwar einen einfachen Trick, um den eigentlich kinderleichten Kampf zu schaffen, doch dafür liefert das Spiel nicht genügend Hinweise. Richtig frustriert hat uns aber das finale Gefecht, das wir hier natürlich nicht spoilern. Nur soviel: Stellt euch auf ständig wiederkehrende Dialogzeilen und nervige Reaktionsstests ein.

    Grafik, Technik und Umfang

    PS Vita: Technisch ist das Spiel eher mittelmäßig, die PS Vita ist eigentlich zu mehr fähig. PS Vita: Technisch ist das Spiel eher mittelmäßig, die PS Vita ist eigentlich zu mehr fähig. Quelle: Videogameszone Optisch bleibt Blackgate dem Stil der Arkham-Reihe treu: Die Umgebungen sind zwar ziemlich eintönig, kantig und grau geraten, doch dafür überzeugt die düstere Lichtstimmung. Auch Batmans grafische Umsetzung gefällt: Von den cool animierten Konterattacken bis hin zum weich animierten Umhang macht der Dunkle Ritter eine gute Figur auf PS Vita. Schlechter haben es seine Gegner erwischt – die zeigen besonders in den Zeitlupen-Finishing-Moves hässliche Texturen. Effekte wie Feuer oder zuckende Blitze sehen detailarm aus und die spärlich animierten Comic-Filmszenen wirken etwas lieblos. Die PS Vita wäre rein technisch zu mehr fähig – bleibt die Grafik hier unter ihren Möglichkeiten, um auch auf dem Nintendo 3DS darstellbar zu bleiben? Zumindest in den Cutscenes kann aber die englische Vertonung noch viel Atmosphäre retten, denn es kommen die gleichen Sprecher des großen Bruders Arkham Origins zum Einsatz. Eine deutsche Vertonung gibt es nicht, immerhin wurden aber die Untertitel übersetzt.

    Wir spielten Blackgate in unter neun Stunden durch und fanden dabei 93 Prozent aller Secrets. Wer aber keinen Wert darauf legt, jede Upgrade-Kiste und jedes Geheimnis zu entdecken, dürfte auch deutlich schneller durch sein, wir tippen auf etwa sechs Stunden für hurtige Spieler. Einen Mehrspielermodus gibt es nicht.

    Tipp: Falls euch der Begriff Metroidvania nichts sagt oder ihr einfach gerne mehr über das Thema erfahren möchtet - dazu haben wir ein eigenes Special.

    Batman: Arkham Origins - Blackgate (PSV)

    Spielspaß
    68 %
    Grafik
    -
    Sound
    -
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Gelungene Batman-Atmosphäre
    Einige gut verborgene Secrets
    Konzept der großen Arkham-Titel solide übertragen
    Gute englische Sprecher
    Verwirrendes 2,5D-Leveldesign
    Oft nutzlose Karte
    Umständliches Scannen per Touchscreen
    Wenig Gadgets
    Optisch eintönig, technisch nur Mittelmaß
    Anspruchslose Kämpfe, einige Bosskämpfe nervig
    Spannungsarme Story
  • Batman: Arkham Origins - Blackgate
    Batman: Arkham Origins - Blackgate
    Publisher
    Warner Bros. Interactive
    Release
    25.10.2013

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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Batman: Arkham Origins - Blackgate
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http://www.videogameszone.de/Batman-Arkham-Origins-Blackgate-Spiel-18658/Tests/Batman-Arkham-Origins-Blackgate-im-Test-fuer-PS-Vita-1094668/
28.10.2013
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2013/10/Bronze_Tiger-pc-games_b2teaser_169.jpg
batman,action-adventure,warner
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