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  • Bitkom-Umfrage: Ebay-Nutzer sind männlich und stammen aus Ostdeutschland

    Mehr als die Hälfte aller Deutschen haben bereits eine Ware oder Dienstleistung online ersteigert.

    Der typische deutsche Ebay-Nutzer ist männlich und stammt aus dem Osten der Republik. Das besagen zumindest die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des High-Tech Verbandes Bitkom gemeinsam mit den Meinungsforschern von Forsa. Demnach haben schon 60% der deutschen Männer ein erfolgreiches Gebot bei einem Internet-Auktionshaus abgegeben, aber nur 49% der Frauen. Ebenso haben annähernd zwei Drittel der Ostdeutschen (62%) diese Erfahrung schon gemacht, aber nur knapp mehr als die Hälfte der Westdeutschen (53%). Insgesamt haben 27 Millionen Deutsche (54%) bereits mindestens einmal eine Ware oder Dienstleistung online ersteigert. Dabei handelte es sich unter anderem um: Hobby- und Freizeitartikel (31%), wozu auch PC- und Konsolensoftware zählen dürfte. Jeweils etwa ein Fünftel interessierten sich für Computer und Computerzubehör (21%) sowie Unterhaltungselektronik wie beispielsweise Spielkonsolen und Handhelds (20%). Von Forsa befragt wurden 1.000 deutsche Internet-Nutzer ab 14. Jahren.

    Gründe, für das nach wie vor also populäre Mit- und Ersteigern im Netz seien laut Bitkom-Vizepräsident Achim Berg vor allem die Tatsache, dass man bei Ebay und Co. schlicht "alles" finden würde aber natürlich auch die Lust auf die Jagd nach Schnäppchen.

    In der Folge erteilt Bitkom insbesondere Neulingen bei virtuellen Auktionen einige Ratschläge zum MItsteigern:

    1. Erfolgreich suchen und beobachten
    Bei Handelsplattformen wie Ebay kann man Waren und Services auf zwei Arten finden – über Produkt-Kategorien und über eine Suchfunktion. Beides kann empfehlenswert sein. Der Weg über die Kategorien ist länger, gibt aber einen breiten Überblick über den Markt. Wer genau weiß, was er möchte, ist mit der schnelleren Suchfunktion besser bedient. Ergibt ein Suchbegriff nicht genügend Angebote, sollte man nicht nur in den Überschriften der Auktionen suchen, sondern auch in den längeren Angebotsbeschreibungen. Grund: Nicht jeder Anbieter verwendet bereits in der Überschrift alle wichtigen Schlüsselbegriffe. Ein Trick ist, auch nach Schreibfehlern zu suchen, etwa iPot statt iPod. So lassen sich mit etwas Glück wenig beachtete Auktionen finden und Schnäppchen machen. Kaufinteressenten können in ihrem Kundenprofil die Angebote übersichtlich beobachten. Zur Verwaltung von Auktionen gibt es spezielle PC-Programme.

    2. Warenbeschreibung und Verkäufer prüfen
    Nichts geht über eine genaue Lektüre des Angebots. Ist die Ware neu oder gebraucht, hat sie Kratzer oder Defekte, entspricht der Lieferumfang den Vorgaben des Herstellers für Deutschland? Auch private Anbieter müssen wahrheitsgemäße Angaben machen. Detaillierte Informationen sind ein Zeichen für Seriosität. Vorsicht, wenn ein Angebot lückenhaft oder missverständlich formuliert ist. Im Zweifel den Besitzer über die Nachrichtenfunktion der Auktionsplattform anschreiben und nachhaken. Wird auf Nachfragen ausweichend oder gar nicht geantwortet, lässt man am besten die Finger von dem Angebot. Gleiches gilt, wenn der Verdacht besteht, dass ein Markenartikel gefälscht ist. Ein Zeichen für die Vertrauenswürdigkeit eines Verkäufers sind gute Bewertungen durch andere Käufer. Es kann sich lohnen, nicht nur auf die Prozentzahl der Positiv-Bewertungen zu schauen, sondern durchaus die einzelnen Kommentare zu lesen. Klare Verhältnisse sind auch beim Versand wichtig. Der Anbieter sollte mitteilen, welche Versandform er wählt, was der Transport kostet, wie lange er dauert und welcher Postdienst beauftragt wird. Bei gewerblichen Händlern sollten Käufer die Geschäftsbedingungen lesen. Bei Angeboten aus dem Ausland werden beim Versand unter Umständen Zollgebühren fällig. Auch können sich Verbraucherrechte von deutschen oder EU-Standards unterscheiden.

    3. Preise richtig vergleichen
    Bei Ebay und ähnlichen Plattformen lassen sich viele Schnäppchen machen – aber nicht jedes Angebot ist günstiger als im Laden oder in Online-Shops. Einen Überblick bekommt man bei Preisvergleichen wie www.guenstiger.de,www.idealo.de oder www.geizhals.at/deutschland. Beim Vergleichen der Angebote sollte der Versand einkalkuliert werden. So mancher Top-Preis wird durch hohe Transportkosten relativiert.

    4. Kauf zum Festpreis erwägen
    Bei Portalen wie Ebay gibt es nicht nur Versteigerungen. Die Zahl der Angebote zu Festpreisen steigt – nicht nur von gewerblichen Händlern, auch von Privatverkäufern. Wer nicht damit rechnet, einen bestimmten Artikel bei einer Auktion billiger zu bekommen, kann hier zugreifen. Auch für Käufer, die es eilig haben, ist der Sofortkauf zum Festpreis attraktiv.

    5. Angebote mit Garantien bevorzugen
    Egal ob Auktion oder Sofortkauf – der Preis ist nicht alles. Bei gebrauch-ten Waren sollten Käufer Produkte vorziehen, die noch der Hersteller-garantie oder der gesetzlichen Gewährleistung unterliegen – in der Regel bis zwei Jahre nach dem Erstverkauf. Zudem sollten Anbieter bevorzugt werden, die ein Plus an Sicherheit bieten. Dabei kann es sich um ein Rücknahmeversprechen handeln, einen versicherten Versand oder einen speziellen Käuferschutz, falls die Ware nicht beim Empfänger ankommt. Einen solchen Käuferschutz gibt es etwa bei Ebay in Kombination mit dem Bezahlsystem PayPal.

    6. Mit kühlem Kopf bieten
    Wer ein Angebot in die engere Wahl genommen hat, sollte meist nicht sofort bieten. Auktionen laufen in der Regel drei bis zehn Tage. Wer zu früh bietet, stachelt den Bieterwettbewerb an und treibt den Preis in die Höhe. Viele Artikel machen erst am Ende einen größeren Preissprung. Viele Käufer warten bis kurz vor Schluss und geben dann ihr Maximal-gebot ein. Wer pokern will und eine schnelle Internetverbindung hat, kann das Gebot erst wenige Sekunden vor dem Ende übertragen. Der Bieter mit dem höchsten Maximalgebot gewinnt. Er muss sein Gebot allerdings nicht in voller Höhe bezahlen, sondern gerade so viel davon, dass der Betrag alle anderen Gebote übertrifft. Es kann sich besonders lohnen, bei Auktionen zu bieten, die zu typischen Bürozeiten enden – oder zum Beispiel während wichtiger Fußballspiele. Dann ist die Zahl der Mitbieter geringer und ein Schnäppchen wahrscheinlicher. In allen Fällen gilt: Man sollte sich vorher genau überlegen, was man zahlen will. Dann wird man sich nicht von der Atmosphäre der Biet-Situation in die Höhe treiben lassen und ein Produkt um jeden Preis ersteigern. Der Einsatz von PC-Programmen, die automatisiert Gebote abgeben, ist nach den Ebay-Geschäftsbedingungen im Übrigen nicht gestattet.

    7. Gebote unterwegs abgeben
    Wer mitsteigern will, kann das auch von unterwegs tun. Mit modernen Internet-Handys (Smartphones) lassen sich Auktionsportale problemlos nutzen. Für viele Smartphones gibt es zudem von Ebay eine spezielle Software (App) für den mobilen Einsatz. Smartphone-Besitzer verpassen so unterwegs nicht mehr die Schlussphase attraktiver Versteigerungen.

    8. Sichere Bezahlmethode wählen
    Vor allem private Verkäufer, aber auch die meisten gewerblichen Händler verlangen Vorkasse: Das Geld muss vor dem Versand auf das Konto des Anbieters überwiesen werden. Diese Methode ist verbreitet, aber riskant, weil sie hohe Anforderungen an die Seriosität des Verkäufers stellt. Wer die Wahl hat, sollte andere Verfahren vorziehen, etwa Lastschrift, Kredit¬karte oder Nachnahme. Besondere Vorzüge haben spezielle Online-Bezahldienste wie PayPal: Sensible Daten wie Bankverbindung oder Kreditkartennummer werden bei der Transaktion nicht an den Händler übermittelt, und der Bezahlvorgang wird in kürzester Zeit abgeschlossen.

    9. Probleme mit Verkäufern lösen
    Entspricht die Ware nicht der Beschreibung, oder gibt es Probleme mit der Lieferung? Dann sollten Käufer zunächst beim Verkäufer nachfragen. Bleiben Sie höflich. Es müssen keine Betrugsabsichten im Spiel sein. Um gute Bewertungen zu erhalten, sind viele Verkäufer interessiert, Miss-verständnisse oder Versandpannen aufzuklären. Wenn die Nachfrage nicht hilft, kann der Kundenservice der Handelsplattform informiert werden. Dieser kann Druck auf unzuverlässige Verkäufer ausüben. Wenn ein größerer Geldverlust droht, sollte im Notfall ein Anwalt eingeschaltet werden, bei schwerwiegenden Gesetzesverstößen die Polizei. Dies gilt bei Auktionen genauso wie bei anderen Transaktionen im Internet.

    10. Widerrufsrecht nutzen
    Die Ware ist gerade geliefert, doch sie erfüllt nicht die Erwartungen? Bei gewerblichen Anbietern haben Verbraucher ein gesetzliches Widerrufsrecht. Binnen zwei Wochen darf die Ware in der Regel an den Verkäufer zurückgeschickt werden. Beim Widerruf muss der Kaufpreis erstattet werden – und auch die Rücksende-Kosten, wenn der Artikel mehr als 40 Euro gekostet hat. Private Verkäufer können ein Widerrufs- oder Rückgaberecht ausschließen.

    Quelle: Bitkom

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