Asura's Wrath im Hands-On-Test: Ein permanent schreiender Halbgott lässt die Fäuste fliegen
In einem Hands-On-Test haben wir uns durch sechs Kapitel von Asura's Wrath gekämpft.
Asura's Wrath im Hands-On-Test: Quick-Time-Events sind seit jeher ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ermöglichen sie unglaublich spektakulär in Szene gesetzte Action-Sequenzen, andererseits reduzieren sie die eigentliche, meist deutlich komplexere Spielmechanik auf das simple Betätigen einer oder mehrerer Tasten zur richtigen Zeit oder in der vorgegebenen Reihenfolge. Die Handlungen der Spielfigur werden automatisiert und damit nicht mehr richtig nachvollziehbar. Man verliert das Gefühl hundertprozentiger Kontrolle über das Geschehen. Gerade bei Core-Gamern sind Quick-Time-Events deshalb ein absolutes No-Go.
Asura's Wrath ist ein Musterbeispiel für den anhaltenden Trend, vermehrt QTEs in moderne Spiele einzubauen. Zugänglichkeit ist schließlich Trumpf und da müssen auch Nippon-Studios, früher berühmt-berüchtigt für ihre knüppelharten Games, auf den QTE-Zug aufspringen. Sollte man deshalb das neueste Werk der Naruto-Macher gleich ad acta legen? Mitnichten! Denn was CyberConnect2 hier an überdrehter, fast schon wahnwitziger Action abliefert, müsst ihr gesehen haben, sofern ihr ein Faible für japanische Folklore, Kämpfe im Dragonball Z-Stil und übermenschliche Helden habt.
Reaktionstest: Wer im richtigen Moment das Dreieck drückt, kann die anfliegenden Raketen abfangen und auf die Schiffe zurückschleudern
Nur ein Reaktionstest?
Keine Sorge, Asura's Wrath ist kein Spiel vom Schlage eines Dragon's Lair (1983), bei dem man einen interaktiven Film schaut und nur hin und wieder eine Taste drücken muss. Vom Grundprinzip her erinnert der Rachefeldzug von Halbgott Asura an Action-Spektakel wie God of War oder Bayonetta. Ihr bewegt den von den anderen sieben Halbgöttern hintergangenen und aus dem Himmelreich verbannten Gottkrieger mit dem linken Stick, teilt per Kreis- und Dreieck-Taste ordentlich Hiebe aus und schießt mittels Quadrat-Button Feuerbälle aus Asuras Fäusten. Standardgegner sind die sogenannten Gohma, tierische Dämonenwesen, die es auf die Menschheit abgesehen haben.
Obwohl Asura seinen Auftrag als Beschützer der Erdlinge überaus ernst nimmt, gilt seine Aufmerksamkeit aber nur bedingt den Gohma. Denn er hat mit seinen ehemaligen Kollegen eine Rechnung offen. Diese haben ihn in ein Mordkomplott verstrickt, seine Frau getötet und seine Tochter entführt. Unter der Leitung von Obergott Deus wollen die Verschwörer eine neue Weltordnung schaffen, Asuras Tochter Mithra spielt in diesem perfiden Plan eine Schlüsselrolle. Obendrein töten die anderen Halbgötter wahl- und skrupellos Menschen, um deren Seelen zu ernten, aus denen sie wiederum Mantra-Energie saugen. Kurzum: Asura ist nicht nur aus persönlichen Gründen angepisst, sondern auch mit der Gesamtsituation unzufrieden und daher mächtig auf Krawall gebürstet.
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