Assassin's Creed: Revelations im Test - Ebenfalls erwähnenswert; Wertung

Test Viktor Eippert

Assassin's Creed: Revelations im Test für PS3 und Xbox 360: Im vierten Spiel der Reihe wird die Story des Meuchelmörders Ezio Auditore zu einem Ende geführt. Außerdem erfahrt ihr mehr über Altair, den Helden des ersten Assassin's Creed. Wie gut das Abenteuer unterhält, erfahrt ihr in unserem Test!

Ebenfalls erwähnenswert:

Man muss die Vorgänger gespielt haben
Dank optionalen Tutorials ist der Einstieg in die Assassinen-Reihe mit Revelations zwar denkbar aber nicht sinnvoll. Denn ohne zuvor die beiden Vorgänger gespielt zu haben, hat man keine Chance der ohnehin recht wirren Handlung zu folgen und wird spätestens in der ersten Szene mit Desmond überfordert. Revelations versteht sich ganz klar als Abschluss der Ezio-Trilogie und setzt daher sehr viel Wissen über die Handlungszusammenhänge voraus.

Man muss sich auf einige Spielelemente einlassen
Um das Maximum an Spielspaß aus Assassin's Creed: Revelations herauszuholen, solltet ihr euch auch auf all die Features und Herausforderungen einlassen, die euch das Spiel anbietet. Beispielsweise gibt es für jede Mission ein Sekundärziel, etwa eine gewisse Zielzeit oder die Aufgabe, im Missionsverlauf nicht entdeckt zu werden oder niemanden zu töten. Genauso ist das Basteln und Benutzen der Bomben rein optional. Wer sich die Mühe macht und bei solchen Sacen durchbeißt, wird mit einer spannenderen Spielerfahrung belohnt.

Die Sache mit der Story
Die Assassin's-Creed-Reihe hat einen recht eigenwilligen Punkt erreicht: In den letzten Spielen wurde klar, dass es bei all den Ereignissen im Spiel nicht nur um mittelalterliche Verschwörer geht, sondern um ein Vermächtnis einer höheren Macht, welche die Erde vor tausenden von Jahren besuchte. Doch bislang blieben uns die Entwickler konkrete Aussagen schuldig, stets wurde die Rahmenhandlung sehr kryptisch erzählt, Vieles nur angedeutet. Und das bleibt auch in Revelations so. Einige Dinge, etwa Altairs und Ezios Schicksal werden zwar in der Tat zu einem schlüssigen Ende geführt, das Finale entpuppt sich jedoch wieder einmal als ziemlich wirre Sache und endet - Überraschung! - mal wieder mit einem Cliffhanger. Immerhin: Die Weichen für Assassin's Creed 3 sind nun gestellt.

Weitere Screenshots aus unserem Test von Assassin's Creed: Revelations findet ihr in unserer Galerie. Quelle: Videogameszone Weitere Screenshots aus unserem Test von Assassin's Creed: Revelations findet ihr in unserer Galerie. Die Desmond-Missionen
Im Spiel steuert ihr nicht nur Ezio, respektive Altair, sondern auch Desmond, den eigentlichen Spielhelden. Wir erinnern uns: Die ganzen Assassin's-Creed-Spiele handeln von Desmonds Reise in seine eigene genetische Vergangenheit. Der Spielverlauf ist also die Erinnerung an das Leben seiner Ahnen, codiert in Desmonds DNS. In den letzten Spielen war Desmonds Geschichte nur Nebensache und so ist es auch bei Assassin's Creed: Revelations, doch diesmal gibt es eine neue, recht interessante Sache. Ihr schaltet durch das Aufsammeln von Datenfragmenten im virtuellen Konstantinopel Desmonds Erinnerungen frei. Darin erfahrt ihr Desmonds Vorgeschichte bis zu dem Punkt, als er von den Templern in der Moderne entführt wird und das erste Assassin's Creed beginnt. Spielerisch sind diese Abschnitte extrem abgefahren, wirken wie eine Mischung aus Mirror's Edge, Portal und Tetris. Ihr durchquert abstrakte Räume, weicht Fallen aus und habt die Fähigkeit, Plattformen vor euch in die Luft zu zaubern. Diese wiederum werden von Kraftfeldern beeinflusst. Das klingt komisch, macht beim Spielen aber bald Sinn. Und je mehr dieser Missionen ihr spielt, desto fordernder werden sie und desto mehr kapiert ihr, was ihr Sinn ist. Gegen Ende… also bei Desmonds jüngsten Erinnerungen, werden die Levels immer realistischer, seine Erinnerung also klarer. Auch hier gilt: Wer sich drauf einlässt, hat Spaß damit!

Mehrspielermodus trotz Verbesserungen weiterhin nur Beiwerk
Obwohl die Assassin's Creed-Reihe im Kern eine Einzelspielererfahrung bietet, nahmen sich die Entwickler den mit Brotherhood eingeführten Mehrspielerpart zur Brust und spendierten ihm neue Modi und Karten. In "Steal the Artifact" müsst ihr etwa ein Artefakt erbeuten und dann damit vor den anderen Spielern möglichst lange türmen. Die haben nämlich die Aufgabe, euch zu finde, auszuschalten und das Artefakt an sich zu reißen. Denn der Besitz gewährt Punkte über Zeit. Ebenfalls neu ist "Corruption", das im Kern Räuber und Gendarme ist. Von den bis zu acht Spieler beginnt eine Hälfte als Jäger und die andere als Opfer. Die Angreifer haben die Aufgabe alle Gegenspieler zu meucheln und sie so zu korrumpieren, sprich sie ebenfalls zu Jägern zu machen. Die noch unkorrumpierten Spieler müssen sich hingegen verstecken, was mit der steigenden Anzahl der Korrupten natürlich immer schwerer wird. Die Mehrspielerpartien sind insofern sehr interessant, da darin immer eine Art Katz und Maus Spiel entsteht. Man kämpft nie offen, belauert sich stattdessen und passt den perfekten Moment ab. Auf der anderen Seite funktionieren nicht alle Modi gleich gut und Jäger haben in sämtlichen Spielvarianten massive Vorteile gegenüber den Gejagten. Für Zwischendurch ganz spaßig, aber angesichts der harten Konkurrenz bei der Frage "Und was spiele ich heute Online?" sicherlich nicht die beste Wahl.

Bildergalerie

Meinungen

Wertung zu Assassin's Creed: Revelations (X360)

Wertung:

88 /10
  1. Seite 1 Assassin's Creed: Revelations im Test - Das hat uns gefallen
  2. Seite 2 Assassin's Creed: Revelations im Test - Das hat uns nicht gefallen
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