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Animal Crossing

30.08.2004 12:47 Uhr
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Mit dem nötigen Zaster kann man sein Heim verschönern. Mit dem nötigen Zaster kann man sein Heim verschönern. Mit Spannung und voller Vorfreude haben europäische Nintendo-Fans das Erscheinen von Animal Crossing in Japan verfolgt. Doch alles Hoffen und Bitten war anscheinend vergeblich, denn Nintendo hat zum damaligen Zeitpunkt von einer Lokalisation für den hiesigen Markt Abstand genommen. Stattdessen wurde das Spiel noch im gleichen Jahr für die USA umgesetzt. Ganz nachzuvollziehen war die Entscheidung nicht, die Nintendo da gefällt hat, denn der Titel hat überall Bestnoten bekommen und konnte auch bei den AIAS-Awards 2003 ganze sieben Preise abstauben. "Bestes Rollenspiel des Jahres" und "Innovativstes Konsolenspiel" waren nur zwei der begehrten Videospiel-Oscars, die der Titel ergattert hat. Und da Electronic Arts' Die Sims bei uns große Erfolge feiern konnte, wäre Animal Crossing hierzulande bestimmt ebenfalls ein sicherer Hit geworden. Nun ja, sei's drum, der Titel schafft nun doch noch den Sprung zu uns und das ist für uns Grund genug, euch das Spiel näher vorzustellen.

Zweite Existenz
Animal Crossing kann als Simulation des täglichen Lebens bezeichnet werden. Zwar ist die gesamte Umgebung sehr fantasiereich gestaltet, aber sämtliche Aktionen, die man durchführen kann, sind denen sehr ähnlich, die man im rea-len Leben tagtäglich tut, ohne großartig darüber nachzudenken. Und genau das macht auch den unglaublichen Reiz des Spiels aus. Als Teil einer kleinen Dorfgemeinschaft lebt ihr ein virtuelles Leben mit allem, was dazugehört. Ihr kauft euch ein Haus und könnt es nach euren eigenen Vorstellungen gestalten und einrichten. Zwischenmenschliche Beziehungen werden aufgebaut und durch regelmäßige Konversationen gehegt und gepflegt. Die unterschiedlichsten Tiere - die eigentlichen Bewohner des Dorfes - fragen euch, ob ihr ihnen einen Gefallen tun und Briefe für sie schreiben oder Gegenstände einsammeln könnt. Außerdem versucht ihr, durch den Verkauf von Fischen oder Insekten an Geld zu kommen. Der verdiente Schotter wiederum kann in neues, schöneres Inventar für das Haus investiert werden. Bei allen Aktionen hat der Spieler die absolute Freiheit, sich zu entscheiden, ob er zum Beispiel einem Bewohner helfen möchte oder nicht. Eine gewisse Ähnlichkeit mit Spielen wie Die Sims oder Harvest Moon ist also nicht von der Hand zu weisen.

Identisches Zeitsystem
Ein Feature macht Animal Crossing aber wirklich außergewöhnlich. Die Uhr- und Jahreszeit ist im Spiel aufgrund der ständigen Synchronisation mit der GameCube-Uhr dieselbe wie im realen Leben. Spielt man also mitten in der Nacht, zum Beispiel um zwei Uhr, so ist es im Spiel ebenfalls zwei Uhr und alles schläft. Begibt man sich im Winter ins virtuelle Dorf, so findet man dort Schnee vor und kann zum Beispiel einen Schneemann bauen. Das macht Animal Crossing zu einem Spiel, das nicht nach einer Woche durchgespielt ist und dann im Regal verstaubt, sondern locker über ein Jahr hinweg seinen Reiz behält. Die amerikanische Fassung konnte durch den Card-e Reader aufgepeppt werden. Für den europäischen Markt ist dieses Feature nicht vorgesehen. Allerdings wurden einige der speziellen Inhalte der e-Cards, wie zum Beispiel alte NES-Spiele, von vornherein ins Spiel integriert. Auf jeden Fall solltet ihr euch Animal Crossing schon mal vormerken.

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30.08.2004 12:47 Uhr
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