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Amazon kauft Online-Musikhändler und angelt sich Gamesspezialisten

09.09.2010 16:27 Uhr
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Amazon positioniert sich im Bereich Contentvertrieb, also dem Handel von digitalen Medien. So wurde gerade der Online-Musikhändler Amie Street übernommen. Darüberhinaus angelte man sich einen anerkannten Gamesspezialisten von Microsoft.

Amie Street: Ab sofort Teil des Amazon-Imperiums Amie Street: Ab sofort Teil des Amazon-Imperiums Dem digitalen Vertrieb von Inhalten wie Büchern, Musik und auch Computerspielen gehört die Zukunft oder zumindest ein Teil davon. Das zu bestreiten würde vermutlich nicht einmal den größten Befürwortern physischer Medien in den Sinn kommen. Zu erfolgreich sind schon heute Dienste wie iTunes, Steam oder XBLA. Wenig erfreulich insbesondere für den Kunden ist dabei die Tatsache, dass beispielsweise die beiden Erstgenannten in ihrem jeweiligen Segment über beinahe monopolhafte Marktmacht verfügen. Wer hier nicht dem brutalen Verdrängungswettbewerb zum Opfer fallen will, muss von Haus aus schon das nötige Kampfgewicht mitbringen. Google tut das und plant momentan unter anderem seinen eigenen digitalen Musik-Downloaddienst. Ein weiterer möglicher, ebenfalls milliardenschwerer Mitspieler ist Amazon.

Und auch der ehemalige Online-Bücherversand sieht offenbar einen massiven Ausbau seiner Geschäftsfelder vor. Zu diesem Zweck wurde nun der in den USA populäre Online-Musicstore Amie Street übernommen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen bewahrt. Zwar ist Amazon schon länger aktiv im digitalen Musikvertrieb, allerdings kann diese Übernahme fast nur als Angriff auf die bereits existierende (iTunes-Store) und drohende (Googles kommender Musik-Downloadservice ist ein offenes Geheimnis) gedeutet werden

Damit nicht genug: Mit Andre Vrignaud, seines Zeichens Ex-Director of Game Platform Strategy bei Microsoft, konnte ein angesehener und ausgewiesener Spiele-Spezialist angeworben werden. Zwar machte Vrignaud bislang keinerlei Angaben darüber, woran er für seinen neuen Brötchengeber arbeitet, allerdings dürfte der Gedanke an eine eigene Spieleplattform aus dem Hause Amazon nicht allzu fern liegen.

Quelle # 1: Twitter
Quelle # 2: Ozymandias (Blog von A. Vrignaud)

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09.09.2010 16:27 Uhr
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