Alone in the Dark 5
Lehrt die Urmutter des Survival-Horror-Genres die Nachmacher erneut im wahrsten Sinne des Wortes das Fürchten?
Edward Carnby erlebt im und rings um den New Yorker Central Park die Hölle auf Erden.
Es war einmal ein Spiel, dessen Veröffentlichung im Jahr 1992 die Geburt des Survival-Horror-Genres bedeutete. Die Jahre gingen jedoch ins Land und andere Serien wie Resident Evil oder Silent Hill perfektionierten das Genre, während die Urmutter immer mehr vom Glanz der alten Tage einbüßte. Jetzt, 15 Jahre später, kehrt sie allerdings zurück und - das nehmen wir gleich vorweg - sieht besser aus als jemals zuvor: Die Rede ist von Alone in the Dark.
Entwickelt wird der Titel von Eden Games, jenem Studio, das uns für die Xbox 360 schon das erstklassige Test Drive Unlimited bescherte. Und wie besagtes Rennspiel soll auch Alone in the Dark durch eine famose grafische Präsentation überzeugen. Doch nicht nur das, denn auch in puncto Spielmechanik haben sich die Entwickler extrem ehrgeizige Ziele gesetzt. Fast alle Objekte im Spiel sollen sich physikalisch korrekt verhalten und miteinander kombinierbar sein.
Der Handlungsort in Alone in the Dark wird der berühmte New Yorker Central Park sein. Dort spielen sich unter der Erde übernatürliche Dinge ab, in die ein guter alter Bekannter hineingezogen wird. Der Titelheld wird nämlich einmal mehr Edward Carnby sein, der schon im ersten Teil mit einer Taschenlampe bewaffnet auf Monsterjagd ging. In einer apokalyptischen Nacht muss Carnby herausfinden, welches düstere Geheimnis sich unter dem Central Park verbirgt. Abstrakte Theorien um den Glauben an ein Leben nach dem Tod spielen dabei eine wesentliche Rolle. Rein äußerlich ist das Charaktermodell Carnbys im Übrigen dem Schauspieler Josh Holloway nachempfunden, der die Rolle des James "Sawyer" Ford in der erfolgreichen US-Serie Lost spielt.
Apropos US-Serie: Ganz besonders wird auch die Art und Weise der Präsentation des Spiels sein. Diese soll im Stile erfolgreicher TV-Serien wie eben Lost oder 24 erfolgen und jedes Kapitel des Spiels gewissermaßen eine Episode einer Staffel darstellen. Zu Beginn jedes Kapitels gibt es dabei eine Zusammenfassung der letzten Episode, am Ende einer Folge einen Ausblick auf den nächsten Teil. Dadurch erhoffen sich die Entwickler einen dynamischeren Spielablauf, der sicherstellt, dass jeder Spieler der Handlung folgen kann.
Im Spiel selbst müssen Sie - wie schon in allen bisherigen Teilen - im Stile eines klassischen Action-Adventures zahlreiche Rätsel lösen und Monster in die Flucht schlagen. Hierzu wird in erster Linie die Umgebung des Spiels mit einbezogen und dabei spielt vor allem die Physik des Spiels eine wichtige Rolle. Denn wie bereits erwähnt, soll sich die Mehrheit der Objekte physikalisch korrekt verhalten. "Real World Rules" nennen die Entwickler dieses Spielelement. "Alles, was Sie in der Realität anstellen können, wird auch im Spiel möglich sein", verkündeten die Hersteller vollmundig.
Schlagen Sie beispielsweise mit der Axt eine Tür ein, wird deren Holz genau an jener Stelle zerbersten, die Sie getroffen haben. Treffen Sie das nächste Mal die Tür an einer anderen Stelle, wird Sie anders kaputtgehen als beim ersten Mal. Zudem spielt Feuer eine wichtige Rolle, denn dabei wird es sich um die wichtigste Waffe im Spiel handeln, mit der Sie den schaurigen Kreaturen aus der Dunkelheit Einhalt gebieten müssen. Die Flammen springen ebenfalls sehr realitätsnah und nicht geskriptet auf Objekte über.