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Alone in the Dark (PS2)

Release:
19.06.2008
Genre:
Action
Publisher:
Atari

Alone in the Dark für PS2 im Test

05.07.2008 10:02 Uhr
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17°
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Alone in the Dark (PS2), Hrsteller: Atar, Bild:play³ Alone in the Dark (PS2), Hrsteller: Atar, Bild:play³ Für die PS3 gilt Ataris Alone in the Dark als die neue Surival-Horror-Hoffnung. Kein Wunder, Resident Evil 5 lässt auf sich warten und ob Silent Hill: Homecoming wirklich die Erwartungen erfüllen kann, muss sich noch zeigen. Die PS2 leidet nicht unter einem solch riesigen Erwartungsdruck. Die Konsole hat ihre beste Zeit hinter sich, der Spielnachschub wird langsam, aber sicher eingestellt: R.I.P., PS2. Doch Moment, was kommt denn da um die Ecke? Eine eigens entwickelte Version der ambitionierten Horror-Hoffnung für Sonys Nummer 2? Na, das kann ja was werden.

DER GEIST IST WILLIG, ABER DAS FLEISCH IST SCHWACH
Statt die Eden Games (verantwortlich für die PS3-Version) mit der Entwicklung der PS2-Fassung zu belasten, übergab Atari den Auftrag an Hydravision Entertainment. Diese Jungs haben vor einigen Jahren mit dem Koop-Grusler Obscure bewiesen, dass sie ihr Handwerk durchaus verstehen. Mit der Last-Gen-Fassung von Alone in the Dark sind die Franzosen leider hoffnungslos überfordert. Das liegt an den selbst für die PS3-Hardware enorm hohen Ansprüchen des Titels: ein freiheitliches Gameplay, das den Spieler selbst entscheiden lässt, wie er zu Werke geht, garniert mit unzähligen MacGyver-Möglichkeiten für die Lösung diverser Rätsel. Klingt superspannend, und für die PS3-Version drücken wir an dieser Stelle beide Daumen, aber auf der PS2 ist dieses Vorhaben mangels Hardware-Power leider gründlich in die Hose gegangen. Da steuern wir also erneut die Reinkarnation des Serienhelden Edward Carnby, der mit dickem Gedächtnisverlust in einem Bürokomplex erwacht und die mysteriösen Ereignisse um sich herum zu verstehen versucht. Diese äußern sich in plötzlich auftauchenden Rissen, Zombies und kleinen Flugsauriern, die euch während eurer Reise ständig ans Leder wollen. In seinem alten Leben war Carnby ein Detektiv (zuletzt: Alone in the Dark 4 - The New Nightmare, PS2) und diese Fähigkeiten verlernt man nicht mal eben so durch einen einfachen Schlag auf den Kopf. Auf der Flucht aus dem Bürogebäude müsst ihr Autos kurzschließen und euch mit selbstgebauten Molotovcocktails zur Wehr setzen. Als euch ein fliegendes Ungeheuer verfolgt, schnappt ihr euch eine herumliegende Alkoholflasche und werft sie auf den fiesen Flattermann. In Zeitlupe müsst ihr nun die Flasche treffen und so eine kleine Explosion auslösen. Sowieso ist das Element Feuer omnipräsent. Befreit euch aus einer brennenden Hütte, indem ihr einen Feuerlöscher einsetzt oder bastelt euch aus einem harmlosen Deodorant und einem Feuerzeug eine tödliche Allzweck-Waffe. Gelegentlich dürft ihr auch Stühle in Brand stecken und so Hindernisse abfackeln. Schade nur, dass dies nur an vorgegebenen Punkten möglich ist und die spielerische Freiheit so ad absurdum geführt wird. Natürlich dürft ihr die Höllenbrut auch ganz klassisch mit eurer Pistole wegpusten. Diese und andere Utensilien befinden sich glücklicherweise in eurem Inventar. In euren MacGyver-Haushalt gelangt ihr aber nicht durch ein einfaches Menü, sondern blickt mit Edward aus der Ego-Perspektive in seinen Mantel-Inhalt. Doof nur, dass euer Held nur begrenzt Gegenstände mit sich herumschleppen kann. Wie also ein Rätsel lösen, das euch die Tür versperrt, wenn ihr keine Axt mit euch tragen könnt? Ganz einfach: Ihr vertraut einfach auf die Freundlichkeit der Entwickler. In solchen Fällen, und daraus bestehen die simplen Rätsel hauptsächlich, befinden sich "zufälligerweise" die benötigen Gegenstände im selben Raum. Das ist euch nicht simpel genug? Kein Problem, dafür haben die Entwickler die R3-Taste mit einem Zauberblick belegt. So strahlt euch des Rätsels Lösung unübersehbar ins Gesicht.

INNERLICH TOT
Alone in the Dark (PS2), Hrsteller: Atar, Bild:play³ Alone in the Dark (PS2), Hrsteller: Atar, Bild:play³ Getreu berühmter Serienvorlagen wie Lost oder 24 spielt ihr in 10 Kapiteln mehrere 30- bis 40-minütige Episoden. Kommt ihr einmal nicht weiter, könnt ihr sogar einzelne Episoden überspringen. Dank einem serientypischen "Was bisher geschah"-Trailer verpasst ihr dennoch nichts von der Story. Ein wirklich löblicher Ansatz, der aber letztendlich das größte Problem von Alone in the Dark darstellt: Das abgehackte Kapitel-Design hält euch emotional auf Distanz und lässt keinen Spielfluss aufkommen. Dass dabei viel mit geskripteten Sequenzen gearbeitet wird, verstärkt die Entfremdung noch mehr. So habt ihr das Gefühl, die einzelnen Kapitel abarbeiten zu müssen, ohne jemals eine wirkliche Bindung zu dem Spiel aufbauen zu können.

Videogameszone-
Spielspaß-Wertung:
64 %
Leserwertung
(0 Votes):
-
Grafik:
Sound:
Multiplayer:
6/10
7/10
-/10
Nette McGuyver-Spielereien sind anfangs witzig
Technisch miese Präsentation
Packende Musikuntermalung
Anspruchslose Rätsel
Zerstückelter Spielfluss
   
Onur Yildirancan
Die Präsentation ist ein Witz!
Auf dem Papier klingt Alone in the Dark nach einem Riesenspiel: Waffen basteln, Autos kurzschließen, Feuer in Echtzeit fackeln lassen, Gegner auf unterschiedlichste Weise plätten und Rätseln nach Belieben lösen. Auf der PS3 kann dieses Vorhaben gelingen, auf der altersschwachen PS2 gehen diese Ideen aber so richtig auf. Für ein freiheitliches Gameplay braucht es eine weitläufige Welt, die erkundet werden will. Auf der PS2 aber seid ihr immer in stark abgegrenzten, offensichtlich gekürzten Bereichen unterwegs. Auch ist die Präsentation ein Witz: Grottenschlechte deutsche Synchronsprecher sind wir leider gewohnt, eine miese Grafik jedoch nicht: Eine anständige Beleuchtung ist Fehlanzeige, das Charakterdesign hässlich und die Spielwelt ist in ein detailarmes Grau gehüllt. Besonders bitter ist die Darstellung des Central Parks: Eingekleidet in Bitmap-Tapeten und so weitläufig wie eine Bahnhofstoilette – hier kommt keine Atmosphäre auf.
   
Redakteur
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05.07.2008 10:02 Uhr
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Dein Kommentar
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
12.08.2008 20:48 Uhr
ich habe die 360 version gespielt und muss sagen es ist ganz gut nur die ganzen vielen möglichkeiten könnten den ein oder anderen schon bissen überfordern
war bei mir zumindestens der fall ^^
JAD
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
07.07.2008 05:50 Uhr
ähm... sagt mal sind die Rätsel in der PS2 Fassung anders?

Im 360 Test werden diese gelobt... hier kritisiert. 
Benutzer
Bewertung: 0
05.07.2008 13:05 Uhr
Ich muss sagen, dass ich doch sehr erstaunt und enttäuscht bin, über die bisherigen Wertungen, die ich so gelesen habe. Ich hatte großes Interesse am neuen Alone in the Dark und sowohl die PS3, als auch die PS2-Vorschau vor einigen Monaten machte Lust auf mehr. Aber zur Zeit ist meine Euphorie doch sehr gebremst. :-/

Ich werde jetzt mal den Test der PS3-Version abwarten und dann das Spiel auf jeden Fall antesten. ^^ Vielleicht kann mich das Spiel ja zumindest kurzzeitig unterhalten?