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  • Alienation: Der PS4-exklusive Twinstick-Shooter von Housemarque im Test

    Die Areale sind leider etwas steril ausgefallen. Selbst auf diesem Alien-Schiff gibt es kaum etwas zu entdecken. Quelle: PC Games

    Nach Resogun und Dead Nation möchten die finnischen Entwickler von Housemarque mit Alienation den nächsten Download-Hit landen. Der Twinstick-Shooter entpuppt sich in unserem Test als spaßige und technisch feine Ballerorgie mit Suchtpotenzial, leistet sich jedoch auch ein paar Schwächen.

    Twinstick-Shooter gibt es wie Sand am Meer und gegen garstige Aliens sind wir Videospieler auch schon gefühlte tausend Mal angetreten. Allein von diesen beiden Punkten ausgehend klingt Alienation also erstmal ähnlich unspektakulär wie die Reservebank von Arminia Bielefeld. Da die Ballerorgie jedoch von den Resogun- und Dead-Nation-Entwicklern Housemarque stammt, darf man dann aber doch von gehobener Action-Kost ausgehen. Alienation erfüllt die Erwartungen auch voll und ganz und baut das vorhandene Spielgerüst des Quasi-Vorgängers im Zombie-Szenario sogar weiter aus.

    08:03
    Alienation: Twinstick-Shooter im Test-Video

    Schleichende Invasion

    Getroffene Aliens verabschieden sich mit viel Blut und Gekröse. Getroffene Aliens verabschieden sich mit viel Blut und Gekröse. Quelle: PC Games Alienation spielt in einer gar nicht so weit entfernten Zukunft, in der die fiesen Xenos die Erde fast eingenommen haben. Die ersten Angriffe des kriegerischen Alien-Abschaums wurden von den Regierungen verschwiegen und erste Maßnahmen gegen die feindliche Invasion starteten erst, als es schon fast zu spät war. Auf der Erde gibt es nur noch wenige Bastionen der Menschheit, welche einen scheinbar ausweglosen Kampf ums Überleben führen. Glücklicherweise haben die verbliebenen Wissenschaftler und Ingenieure aber nun spezielle Kampfanzüge hergestellt, welche zumindest ein wenig für Chancengleichheit sorgen. Und ihr dürft dreimal raten, wer sich in einen solchen Anzug zwängt, um in ein paar extraterrestrische Ärsche zu treten. - Richtig, wir. Beziehungsweise ihr, wenn ihr Alienation für 19,99 Euro im Playstation Store kauft.

    Die Qual der Wahl

    Die Story ist glücklicherweise genauso irrelevant wie ausgelutscht. Sie dient lediglich als Aufhänger, um euch gegen Massen von außerirdischem Gewürm antreten zu lassen. Vor dem Spielstart wählt ihr eine von drei Klassen mit unterschiedlichen Spezialfähigkeiten. Der Bio-Kämpfer kann Team-Mitglieder heilen und Gegnern mit einer Giftwolke zusetzen oder sie von Nano-Maschinen angreifen lassen. Der Saboteur hingegen kann sich unsichtbar machen und aus dem Hinterhalt mit einem Plasmaschwert angreifen. Für große Gegneransammlungen setzt er einen vernichtenden Artillerieschlag ein. Der Frontkämpfer ist schwerer gepanzert und setzt Schockwellen und Laserstrahlen ein. Zudem kann er sich und Verbündete mit einem Energieschild kurzzeitig schützen.

    Getroffene Aliens verabschieden sich mit viel Blut und Gekröse. Getroffene Aliens verabschieden sich mit viel Blut und Gekröse. Quelle: PC Games
    Sämtliche Fähigkeiten der Charaktere lassen sich außerdem in einem einfachen Skill-System verbessern. Skill-Punkte erlangt ihr für Level-Aufstiege. Doch Vorsicht: Ihr könnt nicht einfach mitten in der Kampagne die Klasse wechseln. Selbst nach dem Ende der 20 Missionen umfassenden Kampagne dürft ihr lediglich mit eurem bei Spielstart ausgewählten Charakter ein New Game Plus beginnen. Wer die anderen Klassen spielen möchte, muss einen weiteren Spielstand anlegen.

    Alien-Matsch mit Mini-Gun

    An einigen Stellen stürmt eine Mutanten-Horde auf euch zu. Hier müsst ihr geschickt ausweichen, um nicht überrannt zu werden. An einigen Stellen stürmt eine Mutanten-Horde auf euch zu. Hier müsst ihr geschickt ausweichen, um nicht überrannt zu werden. Quelle: PC Games Alienation beruft sich spielerisch natürlich auf den Quasi-Vorgänger Dead Nation, nur dass ihr hier eben Außerirdische statt Zombies schnetzelt. Mit dem linken Stick steuert ihr euren Soldaten aus einer isometrischen Sicht, mit dem rechten Stick zielt ihr auf die Alien-Horden und mit der R2-Taste feuert ihr eure Waffe ab. Auf den normalen Aktionstasten liegen die Spezialfähigkeiten und mit einem Druck auf den rechten Stick ladet ihr eure Wumme aktiv nach. Wer mit der Tastenbelegung unzufrieden ist, kann sie allerdings auch frei nach seinen Vorlieben anpassen.

    Die Action spielt sich jedoch ein wenig dynamischer als noch bei Dead Nation. Wenn euch die Aliens zu überrennen drohen oder ihr schleunigst aus einem Explosionsradius verschwinden müsst, lässt sich kurzzeitig ein Boost an eurem Anzug aktivieren und ihr gleitet zügig aus der Gefahrenzone, um euch neu zu positionieren. Dies ist besonders in den späteren Levels notwendig oder wenn eine Mutanten-Horde auf euch aufmerksam wurde und hunderte Aliens von allen Seiten auf euch zustürmen.

    Das Missions-Design von Alienation ist allerdings recht unkreativ. Meistens werdet ihr in einem Gebiet abgesetzt und sollt einfach nur einen bestimmten Punkt erreichen oder irgendwelche Alien.Stationen in die Luft jagen. Glücklicherweise fällt diese Einfallslosigkeit nicht so sehr ins Gewicht, da die Kämpfe jederzeit Spaß machen und durch etliche verschiedene Gegnerarten frisch gehalten werden. Neben wurmähnlichen Geschöpfen kämpft ihr gegen springende Bestien, Portalmeister, gepanzerte Soldaten, hinterhältige Scharfschützen, Fieslinge mit Flammenwerfer und viele mehr.

    Wer optionale Bosse tötet, staubt bessere Waffen ab und erlangt mehr Erfahrungspunkte. Wer optionale Bosse tötet, staubt bessere Waffen ab und erlangt mehr Erfahrungspunkte. Quelle: PC Games Steht ihr alleine gegen wenige Gegner, habt ihr meist kein Problem. In späteren Levels werdet ihr jedoch von einer Vielzahl verschiedener Alien-Klassen angegriffen, sodass ihr stetig eure Angriffe anpassen müsst, explosive Objekte in der Umgebung nutzt und schnell zwischen euren verschiedenen Knarren hin und herschaltet. Ähnlich wie in einem Action-RPG findet ihr nach und nach Waffen mit höherem Level und unterschiedlichen Seltenheits-Stufen. Diese dürft ihr zudem mit gesammelten Ressourcen verbessern. Alienation erlangt zwar nie die Tiefe eines Diablos, dieser leichte RPG-Einschlag sorgt jedoch auch dafür, dass sich das Dauer-Gemetzel nicht so schnell abnutzt und ihr immer weiter nach selteneren und besseren Waffen sucht.

    Richtig seltene Wummen erhalten jedoch nur jene Spieler, die nicht nur stur der Missionsmarkierung auf der Mini-Map folgen, sondern die Augen ein wenig offener halten. Es lassen sich jedoch immer wieder optionale Nebenmissionen entdecken, bei denen ihr ein Alien-Nest aushebt oder gegen einen riesigen Bossgegner bestehen müsst.

    Alienation bietet oftmals ein solches Effektgewitter, dass man kaum die Übersicht bewahren kann. Alienation bietet oftmals ein solches Effektgewitter, dass man kaum die Übersicht bewahren kann. Quelle: PC Games


    Hübsch mit Schönheitsmängeln

    Egal ob ihr nur ein paar Spinnen-Aliens erschießt, gegen einen Goliath mit dem Raketenwerfer antretet oder einfach nur die tollen Wetterverhältnisse auf euch wirken lasst, Alienation sieht zu jedem Zeitpunkt wunderschön aus. Selbst im größten Getümmel mit massenhaft Feinden und etlichen Explosionen läuft der Titel konstant mit 30 fps. So hübsch die Areale aber auch aussehen, so wenig wussten die Entwickler mit ihnen anzufangen.

    Ihr könnt die Umgebung taktisch nutzen und Objekte zur Explosion bringen. Im Explosionsradius solltet ihr jedoch nicht stehen bleiben. Ihr könnt die Umgebung taktisch nutzen und Objekte zur Explosion bringen. Im Explosionsradius solltet ihr jedoch nicht stehen bleiben. Quelle: PC Games Außer Gegnern, explosiven Objekten und ein paar Vorratskisten gibt es in den Levels leider nichts zu entdecken. Die Missionen dauern zwar allesamt nicht länger als 15 bis 30 Minuten, dennoch hat man sich ab dem letzten Drittel der Kampagne ein wenig an den Kulissen satt gesehen. Da helfen auch die Ausflüge auf auf ein Alien-Schiif oder in eine unterirdische Basis nicht, da auch hier alles relativ steril wirkt. Da hätten wir uns ein wenig mehr Kreativität gewünscht.

    Wer sich alleine langweilt, sollte deshalb auf jeden Fall den Koop-Modus aktivieren. Bis zu drei weitere Xenos-Jäger können dann in eurer Kampagne mitmischen. Hier entfaltet Alienation auch am meisten Potenzial. Bislang funktioniert der Koop-Modus jedoch nur online, ein Patch, der den lokalen Multiplayer hinzufügt ist aber bereits angekündigt. Wem der fordernde (aber stets faire) Schwierigkeitsgrad übrigens immer noch zu leicht ist, darf zudem das Invasions-Feature aktivieren und sich gegen andere Spieler zur Wehr setzen.


    Alienation (PS4)

    Spielspaß
    85 %
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Multiplayer
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Dynamisches Gameplay
    Freie Tastenbelegung
    Tolle Grafik, wunderschöne Explosionen und Partikeleffekte
    Super Koop-Features
    Simples, aber spaßiges Skill-System
    Sehr gutes Balancing
    Recht inhaltsleere Areale
    Wenig Abwechslung bei den Missionen
    Teils nerviges Backtracking
    Fazit
    Alleine gut, im Koop-Modus super.

  • Alienation
    Alienation
    Publisher
    Sony
    Developer
    Housemarque
    Release
    26.04.2016

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Alienation
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http://www.videogameszone.de/Alienation-Spiel-54747/Tests/Review-1193663/
28.04.2016
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2016/04/Alienation-28--pc-games_b2teaser_169.png
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