Eroberungszüge mit Stolpersteinen

Test Stefanie Schetter

Die Sarazenen sind auf die Idee gekommen, eine Stadtwache aufzustellen. Die Sarazenen sind auf die Idee gekommen, eine Stadtwache aufzustellen. Der Spieler darf sich in anschaulichen Menüs eines von 13 Völkern aussuchen, die jeweils eigene Baustile, Sprachsamples, Hintergrundmusik sowie handwerkliche und strategische Vorzüge besitzen. Weiterhin lassen sich Art und Größe des Spielgeländes, Rohstoffvorkommen und vieles mehr einstellen. Erfreulich ist auch die Möglichkeit, Spielstände jederzeit auf Memory Card festzuhalten. Nachdem Sie sich für eine von vier Epochen entschieden haben, finden Sie sich mit einem Dorfzentrum und ein paar arbeitswilligen Bürgern mitten im Nirgendwo wieder und beginnen, Wild zu jagen und Nachwuchs zu erzeugen sowie Steine, Gold und Holz abzubauen. Letztere verarbeiten Sie zu Gebäuden und Maschinen, die Ihren Figürchen die Arbeit erleichtern. Solche Einrichtungen produzieren zudem Erfindungen wie Kartografie oder Medizin. Während Ihr Volk sich über die beschränkte Karte ausbreitet, stößt es auf andere Zivilisationen, mit denen es Handel treiben, Bündnisse eingehen oder Krieg führen kann. Vergessen Sie also nicht, Verteidigungsanlagen zu zimmern und eine Armee auszubilden. Fest vorgegeben sind die Spielziele in den fünf historischen Szenarien um Figuren wie Dschingis Khan. Neulinge dürfen sich in der Übungskampagne um William Wallace mit den Grundlagen vertraut machen. Die Varianten "Zufallskarte", "Königsmord" und "Auf Leben und Tod" lassen sich wahlweise auch an zwei TV-Schirmen mit per i-Link verbundenen Konsolen austragen. Anstatt sich mit dem Gamepad herumzuplagen, sollten Sie allerdings auf jeden Fall eine USB-Maus an den PS2-Port stöpseln. Leider haben Sie nur einen winzigen Ausschnitt des Geschehens im Blickfeld, Sie müssen also ständig in Bewegung bleiben, um rechtzeitig Gefahrenherde auszumachen. Sobald auf dem Spielfeld jedoch regeres Leben herrscht, kommt es zu starken Slowdowns, die die ohnehin nervige Hin- und Herfahrerei zusätzlich stören. Auf dem TV-Schirm verlaufen viele Einzelheiten der Grafik-Modelle. Das Gesamtbild wirkt daher viel matter und lebloser und vermag einfach nicht die schiere Freude am Beobachten zu wecken, die den Reiz eines guten Aufbauspiels ausmacht.

Bildergalerie

Wertung zu Age of Empires 2: The Age of Kings (PS2)

Wertung:

78 /10

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