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  • Afro Samurai für die Xbox 360 im Test

    Wenn Afro zuschlägt, macht er oft eine solche Sauerei. Wenn Afro zuschlägt, macht er oft eine solche Sauerei. Quelle: Computec Media AG Da stand wohl Hollywood-Mime Clint Eastwood Pate, der dank seiner Auftritte in Italo-Western als Synonym für den wortkargen, gebrochenen Antihelden gilt, der auf Rachefeldzug geht. Protagonist Afro Samurai ist ein solcher Antiheld, zumindest seit Fiesling Justice den Vater von Afro geköpft hat, um an dessen göttliches Stirnband zu gelangen. Einem Schlachtfest mit langen, bluttriefenden Samuraischwertern und einer dramatischen, emotionalen Story sollte also nichts im Wege stehen. Sollte. Leider stellt sich der Action-Schnetzler selbst ein Bein: Bei den Kämpfen machen sich im rechten Daumen schnell Ermüdungserscheinungen breit und auch die in Rückblicken erzählte Story mag nicht so recht in Fahrt kommen. Schon gar nicht, wenn man die gleichnamige Anime-Serie nicht kennt. Dass Afro Samurai dennoch einen oder zwei Blicke wert ist, verdankt das Spiel einzig und allein der coolen Inszenierung. Das trifft sowohl auf die Kämpfe als auch auf die Story zu.

    Die Stimmen von Samuel L. Jackson (Star Wars: Episoden 1-3), Ron Perlman (Hellboy) und Kelly Hu (Melrose Place) tragen wesentlich zur gelungenen Atmosphäre bei. Wenn Kelly Hu, die im Spiel die schöne Assassinin Okiku spricht, ein melancholisches „Morgen wird unsere letzte Nacht sein“ haucht, fühlt man sich emotional berührt. Übrigens brauchen Liebhaber der englischen Sprache keine Angst zu haben, dass sie versehentlich die deutsche Version erwerben könnten. Das Spiel wird hierzulande nur als Importtitel zu haben sein und eine deutsche Sprachausgabe wird es überhaupt nicht geben. Genießt also die sonore Stimme von Samuel L. Jackson, der glücklicherweise nicht nur den wortkargen Afro vertont, sondern auch das politisch unkorrekte Plappermaul Ninja Ninja. Dieser schillernde Charakter hat nicht nur stets einen frauenfeindlichen Spruch auf den Lippen, denen immer wieder auch das Wort „Motherfucker“ entfleucht. Ab und an lädt er Afro auf eine Partie Körperteil-Poker ein, bei dem ihr gezielt bestimmte Körperteile der Gegner absäbeln müsst. Zur Belohnung wird – abhängig von der Art der abgetrennten Gliedmaßen – beispielsweise ein besonders lang andauernder Zeitlupenmodus aktiviert.

    Gruppen-Metzger
    Ninja Ninja spielt gerade mit Afro Körperteil-Poker: Ein Bein und eine Hand haben wir schon. Ninja Ninja spielt gerade mit Afro Körperteil-Poker: Ein Bein und eine Hand haben wir schon. Quelle: Computec Media AG Wo wir schon beim Thema Gliedmaßen sind: Diese lassen sich im Fokus-Modus grob anvisieren, indem ihr den linken Trigger gedrückt haltet und per Ministick den Oberkörper eures Recken in die gewünschte Richtung lenkt. Dann dürft ihr in Ruhe dabei zusehen, wie der losgelöste Kopf eines Feindes in Zeitlupe davonsegelt. So toll das im comichaften Cel-Shading-Look auch aussieht, so schnell ödet das Geschnetzel an. Das liegt zum einen an den immer gleichen Gegnern. Erst nach ein paar Stunden Spielzeit geratet ihr an einen neuen Gegnertyp in Form von humanoiden Robotern. Nicht selten kämpft ihr gegen mehr als eine Handvoll Gegner gleichzeitig. Dann wirbelt Afro wie ein Wahnsinniger durch die Reihen, während ihr wie wild auf die Knöpfe eures Gamepads drückt. So sehr wir uns auch Mühe gegeben haben, große Unterschiede haben wir in den Kombos nicht feststellen können. Einzig das Abblocken lässt Gegner kurz zurücktaumeln, wenn ihr genau dann blockt, wenn ein Feind zum Schlag ausholt. In diesem Moment der Schwäche springt Afro beispielsweise auf das Gesicht seines Opfers und drückt es mit tödlicher Wucht auf den Boden. Die meiste Zeit verbringt ihr aber mit Button-Mashing der übelsten Sorte. Auch die Bosskämpfe lockern das Geschehen keineswegs auf, da diese im Grunde wie die Standardkämpfe ablaufen, nur dass die stylishen Spezialmanöver nicht funktionieren. Da hat Namco eine Menge Potenzial verschenkt. Das gilt auch für die flache Charakterentwicklung. Da sich die Kombos kaum voneinander unterscheiden, ist es egal, wenn ihr weitere mit dem etwas undurchsichtigen Charakter-Upgradesystem freischaltet.

    Afro Samurai (X360)

    Spielspaß
    61 %
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Coole Sprecher; stimmungsvolle Musik
    Unkomplizierte, gut inszenierte Action ...
    ... die oft in fades Button-Mashing ausartet
    Häufig unfair gesetzte Speicherpunkte
    Story nur für Serienkenner verständlich
    Fazit
    Außen hui, innen pfui: Namco verschenkt jede Menge Potenzial.
  • Afro Samurai
    Afro Samurai
    Developer
    Namco Bandai
    Release
    26.03.2009
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679287
Afro Samurai
Afro Samurai für die Xbox 360 im Test
http://www.videogameszone.de/Afro-Samurai-Spiel-17542/Tests/Afro-Samurai-fuer-die-Xbox-360-im-Test-679287/
19.03.2009
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2009/03/X3_xbox_360_t_Afro_Samurai_01.jpg
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