Import-Test: Advance Wars: Dual Strike

Test

Während der Kämpfe zoomt das Spiel in einen speziellen Bildschirm. Während der Kämpfe zoomt das Spiel in einen speziellen Bildschirm. Papas Zinnsoldaten haben ausgedient, der Kriegsveteranen-Nachwuchs zieht mit virtuellen Anime-Figuren in den Kampf. Advance Wars gehört plattformübergreifend zur Königsklasse des gefechtsbetonten Strategie-Genres und definierte die Art und Weise, wie sich zünftige Taktikspiele unterwegs spielen müssen, neu.

Der gewaltige Umfang und ein hoher Grad an Übersichtlichkeit ließen die Handheld-Perle aus Fernost zu einem Dauergast im Game-Boy-Advance-Schacht werden. Der wenig revolutionäre, aber trotzdem exzellente Nachfolger Black Hole Rising ist unlängst erschienen, die Schusswechsel des actionreicheren GameCube-Spinoffs Battalion Wars (ehemals als "Advance Wars: Under Fire" bekannt) sollten noch dieses Jahr einsetzen. Zuvor allerdings tobt der Krieg zwischen den Bildschirmfronten des Nintendo DS. Stylus gezückt und raus mit euren Mannen aufs virtuelle Schlachtfeld!

Taktik-Scharmützel

An der strategischen Ausrichtung hat sich glücklicherweise nichts geändert. Als einer von mehr als zwei Dutzend Befehlshabern entsendet ihr Fußsoldaten, Panzer, Luftflotten und Marineeinheiten in über 200 unterschiedliche Karten. Dort liefern sich die verfeindeten Lager rundenbasierte Gefechte, die spontan an ein Schachspiel erinnern.

Jede eurer Figuren weist hinsichtlich Bewegungsradius, Angriffs- und Verteidigungswerten Feinheiten auf, mit denen sich Hobbystrategen in den Einführungsmissionen vertraut machen. Während sich Infanteristen für den Nahkampf "Mann gegen Mann" gut eignen, sind sie gegen die höherrangigen Panzer machtlos. Luftangriffe dezimieren zwar mühelos Bodentruppen, stehen sich aber Hubschrauber und Großraumbomber gegenüber, so bahnt sich ein äußerst einseitiger Kampf an.

Auch dem Kriegsterrain wird eine besondere Bedeutung beigemessen. Es spielt also durchaus eine Rolle, ob ihr im Schutz von urbanen Wolkenkratzern eure Panzer platziert oder auf lichten Grünflächen zum Angriff blast. Städte sind gleich in mehrfacher Hinsicht interessant: Zum einen regenerieren sich angeschlagene Einheiten dort auf wundersame Weise, zum anderen füllen eroberte Städte die Kriegskasse. Und wie in der Realität macht auch das fortschrittlichste Kriegsgerät keinen Mucks mehr, wenn der Benzintank leer ist.

Auch die Bedienung ist grundsätzlich identisch mit den Vorgängern. Immer noch lassen sich eure Einheiten ganz klassisch mit dem Digikreuz navigieren, alternativ kann hierzu der Stylus verwendet werden. Zur besseren Übersicht müsst ihr euch neuerdings übrigens nicht mehr in ein separates Menü begeben, um Informationen zum Terrain und den Truppen zu erlangen. Der obere Bildschirm vereint alle wichtigen Eckdaten auf sehr komfortable Weise.

Screenabtausch

Dies ist aber nicht die einzige Neuerung des dualen Schlags. Im späteren Spielverlauf befindet ihr euch beispielsweise auf einer Karte, in der euer Gegenüber ein hochexplosives Gemisch zur Detonation bringen kann. Einheiten, die sich in der Nähe des Sprengsatzes befinden, werden im Nu dezimiert. Um eure Armee vor dieser unliebsamen Begegnung fernzuhalten, begebt ihr euch mit eurem Flugzeugpark in den Luftraum, wo euch der Feind nichts anhaben kann.

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