007 NightFire

Test

Kein Bond-Fahrzeug ohne Raketen an Bord! Kein Bond-Fahrzeug ohne Raketen an Bord! Abgesehen von dem smarten Schauspieler, der erstmals auch digital die Rolle des berühmten Spezialagenten spielt, ist der Rest der Hauptfiguren hier ebenso frei erfunden wie austauschbar: Wie in so ziemlich jedem Bond-Film geht's um einen Großindustriellen, der ziemlich menscheinfeindliche Pläne hegt, die es zu vereiteln gilt - sein Name lautet in diesem Fall Raphael Drake. Ein bis zwei hübsche Frauen an Bonds Seite und der obligatorische Schlägertyp auf der des Bösewichts dürfen natürlich auch nicht fehlen, und schon geht's los - in bester Filmmanier natürlich gleich mit einer einführenden Action-Szene, noch ehe die Rahmenhandlung überhaupt in Fahrt gekommen ist.

Der bewährte Action-Cocktail
Genau wie bei den Filmen hat man auch hier keine Experimente gewagt, sondern an dem Erfolgsrezept des Vorgängers Agent im Kerzenfeuer, äh Kreuzfeuer festgehalten: Neben etlichen Ego-Shooter-Levels, wo Sie mal vorsichtig anschleichend, mal wild um sich feuernd vorgehen können, gibt es erneut etliche selbstablaufende Action-Szenen, bei denen Sie Gegner mittels Fadenkreuz unter Beschuss nehmen. Und auch die Fahrzeug-Levels dürfen nicht fehlen - neben Auto-Ausflügen auf weitgehend asphaltierten Strecken gibt's diesmal sogar einen Unterwasser-Level mit Bonds Amphibien-Rennwagen! Klar, dass kein Bondmobil ohne die typischen Spezialwaffen wie Lenkraketen und Nebelwerfer auskommt.
Wenn es mal nicht damit getan ist, alle Gegner über den Haufen zu schießen oder zum Aufgeben zu bewegen, kommen meist die Q-Gadgets zum Einsatz. Ob der Mini-Computer zum Knacken von Codeschlössern, der Taschenlaser zum Öffnen von Safes oder die Greifkralle zum Erreichen von hoch gelegenen Orten, die kleinen Geheimwaffen helfen Ihnen in Situationen, die mit reiner Feuerkraft kaum - oder gar nicht - zu meistern wären.

Das Bond-Flair
Eine der Stärken des Spiels ist der hervorragende Soundtrack im typischen Bond-Stil, der sich der aktuellen Spielsituation anpasst. Laut Electronic Arts wird die deutsche Version komplett lokalisiert sein (Text und Sprachausgabe), unsere Testversion war noch komplett in Englisch. Es ist aber unwahrscheinlich, dass die typischen One-Liner auf Deutsch weniger gezwungen klingen. Zumal Bond im Originalton halt doch noch etwas uriger ist - alleine die sagenhaft schlechten Akzente von angeblichen Ausländern, die gebrochenes Englisch reden, sind immer wieder für einen unfreiwilligen Lacher gut.
Die Grafik wirkt generell noch einen Tick besser als bei Agent im Kreuzfeuer, doch läuft das Spiel deshalb insgesamt aber auch merklich ruckeliger. Die Spielbarkeit ist aber dadurch zum Glück kaum beeinträchtigt. Der mit allerlei Matcharten ausgestattete Multiplayer-Modus ist ebenfalls gut spielbar, auch wenn in einigen Spielmodi die Anzeigen von Gegnern und Funktionen die Übersicht doch ziemlich einschränken. Übrigens bleibt dieser Spielmodus auch mit bis zu vier Bots (computergesteuerten Gegnern) gut spielbar. Schade nur, dass diese ähnlich wie ihre Kollegen aus dem Einzelspielermodus, nicht gerade die hellsten sind - wenn's bei 007 NightFire an einem hapert, was einen Hit ausmachen sollte, dann ist es die oft wirklich enttäuschende Gegnerintelligenz.

Bildergalerie

Wertung zu 007 NightFire (PS2)

Wertung:

82 /10

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